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Der erste Wallace-Film um eine Gangsterbande und deren unheimlichen Anführer. Die deutsch-dänische Co-Produktion wurde zwar von der Rialto hergestellt, aber von dem Dänen Preben Philipsen produziert, erst nach der dritten Produktion nahm sich Wendlandt der Wallace-Serie persönlich an. Für die damalige Zeit ungewöhnlich brutal, präsentierte der Film mehrere Schauspieler, deren filmischer Wallace-Charakter von Beginn an festgelegt war: Joachim Fuchsberger als Privatdetektiv und Siegfried Lowitz als Inspektor von Scotland Yard, Eddi Arent (der erst in seinem 18. Wallace-Film einen Mörder spielen durfte, damals ein Schock für das Publikum), Ernst Fritz Fürbringer als Sir Archibald, Carl Lange, Dieter Eppler und, in seinem ersten von fünf Wallace-Auftritten, der große Fritz Rasp. Auf den unerwarteten Erfolg hin wurden im Abstand von wenigen Monaten drei weitere Filme mit ähnlicher Konzeption produziert.

 

Der Erstling, der den deutschen Kriminalfilm revolutionierte und in Folge quasi ein eigenes Genre hervorbrachte. Die Handlung des Romans wurde geschickt und wirkungsvoll gestrafft und überzeugend in die Gegenwart verlegt. Die temporeiche Regie von Harald Reinl bietet aufregende Action, Witz und Ironie und zaubert eine gruselig-düstere Atmosphäre, wie es sie in einem deutschen Film lange nicht mehr gegeben hat. Die Kamera kontrastiert Licht und Schatten zu Bildern von beängstigender Schönheit, die an expressionistische Vorbilder des deutschen Stummfilms anknüpfen. Der swingend-aufpeitschende Score von Willy Mattes, der den Zuschauer von Anfang an in fiebrige Spannung versetzt, packt. Das Darstellerensemble eine wahre Pracht. Joachim Fuchsberger steht die Rolle des forschen Beschützers glänzend zu Gesicht. Eva Anthes zeigt sich spröde und anmutig. Später war sie unter ihrem richtigen Namen Elfie von Kalckreuth lange Jahre beliebte Programmansagerin beim ZDF in Mainz; den "Frosch" allerdings hat sie trotz zahlreicher Wiederholungen nie selbst auf dem Bildschirm angekündigt. Sehr gut der majestätische Scotland-Yard-Chef Ernst Fritz Fürbringers und der undurchsichtige Eigenbrötler Carl Langes. Walter Wilz verkörpert mit natürlicher Frische jungenhaften Charme und die unbekümmerte Aufsässigkeit jugendlicher Unreife. Eisig Fritz Rasp; glatt und verschlagen Ulrich Beiger. Sympathisch Eddi Arent in verhalten-trockener Komik. Eva Pflug zaubert echte Sinnlichkeit auf die Leinwand; mitreißend ihr effektvoll gebotener Song. Siegfried Lowitz brilliert als Meister behutsamer Überlegenheit und pfiffiger Intelligenz. Ein echter Knaller für die Leinwand, ein Kino-Thriller großen Formats.
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Der Frosch mit der Maske(BRD/Dänemark 1959)

Harald Reinl war einer der Hauptregisseure der Rialto -sein Frosch mit der Maske-wies bereits die typischen Ingredienzen der WallaceKrimis auf, in erster Linie ,die vielen falschen Fährten und Verdächtigten, die aufgebaut wurden um die im Kern schematisch-simple Story zu komplizieren.Das verwirrt den Zuschauer und ermöglicht ihn mit einer überaschend herbeigeführte Auflösung des Rätsels zu überrumpeln.Derartige Story-Konstruktionen sind dabei meist so unglaubwürdig, das, das größte ,bislang ungelöste Rätsel bleibt ,worin die Attraktivität dieser Krimiserie lag.

Kritik: Es wundert nicht, dass dieser Auftakt den Grundstein für den Erfolg der Edgar Wallace-Filme legte, denn er gehört zu den Höhepunkten der Reihe.
Das liegt u.a. daran, dass die meist nur als Anhängsel nebenbei erzählte Familiengeschichte diesmal außergewöhnlich gut funktioniert, die von einem jungen Mädchen (eine etwas farblose Eva Anthes) erzählt, hinter der der Chef der Frösche hinterher ist, ihrem Bruder, der auf die Schiefe Bahn gerät, und von dem sehr sinisteren Vater (ein grandioser Carl Lange) der beiden. Dieses gut erzählte Drama findet am Ende dann eine sehr befriedigende Auflösung, ja, die Szene, in welcher sich im Finale Vater und Sohn in den Armen liegen und man auf der Tonspur nur Kirchenglocken läuten hört, das ist schlicht grandios; richtig großes Kino.
Ansonsten gibt es viel Tempo und auch Action, wobei insbesondere Joachim Fuchsberger als reicher Erbe und Eddi Arent als sein kampferprobter Diener immens zum Vergnügen des Films beitragen und bereits ihre Rollen so gefunden haben, wie man sie in späteren Filmen noch häufig sah. Als Kommissar brilliert Siegfried Lowitz, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat und aus dem auch ansonsten hervorragenden Darstellerensemble sticht wie immer, der wunderbare Fritz Rasp hervor, sowie Jochen Brockmann als sein extra schleimiger Sekretär und die spätere GSD-Agentin Eva Pflug in einer für damalige Verhältnisse lasziven Rolle als Bardame Lolita. Bleiben wir gleich beim Thema Laszivität; es ist leicht und billig, sich über die damalige Prüderie lustig zu machen, nur es fällt heutzutage wirklich schwer, einer Handlung zu folgen, wo schon ein entblößtes Knie von Eva Pflug reicht, um einen jungen Mann auf die schiefe Bahn zu bringen. Dieser junge Mann wird auch noch so naiv-putzig von Walter Wilz gespielt, dass die Glaubwürdigkeit da schon sehr leidet und man irritiert ob dieser unfreiwilligen Komik etwas hilflos vor sich hin grinst.
Bis auf das und einige heute antiquiert wirkende Dialoge (und die Frosch-Maske!) ist der Film eigentlich aber hervorragend gealtert, was der flotten und teilweise sogar inspirierten Inszenierung von Dr. Harald Reinl zu verdanken ist, der gewohnt souverän und mit teilweise sogar hübschen Kameraeinfällen (u.a. eine abgefeuerte Pistole aus der pov-Perspektive) der Reihe zu einem erfolgreichen Auftakt verhalf, der brutaler ausfiel, als die meisten s/w-Filme der Reihe.
Das Drehbuch von Egon Eis und J.J. Bartsch jongliert gekonnt mit den verschiedenen Handlungssträngen, nicht als Aktivposten vermelden kann man eigentlich nur die etwas nervige Musik von Willy Mattes, die von einem Peter Thomas meilenweit entfernt ist.
Ein spannender, atmosphärischer und gelungener Auftakt der Wallace-Reihe.

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