1959....1960...1961...1962....1963...1964...1965...1966...1967...1968...1969...1970...1971...1972
Der erste Wallace-Film um eine Gangsterbande und deren unheimlichen Anführer. Die deutsch-dänische Co-Produktion wurde zwar von der Rialto hergestellt, aber von dem Dänen Preben Philipsen produziert, erst nach der dritten Produktion nahm sich Wendlandt der Wallace-Serie persönlich an. Für die damalige Zeit ungewöhnlich brutal, präsentierte der Film mehrere Schauspieler, deren filmischer Wallace-Charakter von Beginn an festgelegt war: Joachim Fuchsberger als Privatdetektiv und Siegfried Lowitz als Inspektor von Scotland Yard, Eddi Arent (der erst in seinem 18. Wallace-Film einen Mörder spielen durfte, damals ein Schock für das Publikum), Ernst Fritz Fürbringer als Sir Archibald, Carl Lange, Dieter Eppler und, in seinem ersten von fünf Wallace-Auftritten, der große Fritz Rasp. Auf den unerwarteten Erfolg hin wurden im Abstand von wenigen Monaten drei weitere Filme mit ähnlicher Konzeption produziert.
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Der Erstling, der den deutschen Kriminalfilm revolutionierte
und in Folge quasi ein eigenes Genre hervorbrachte. Die Handlung des Romans wurde geschickt
und wirkungsvoll gestrafft und überzeugend in die Gegenwart verlegt. Die temporeiche
Regie von Harald Reinl bietet aufregende Action, Witz und Ironie und zaubert eine gruselig-düstere
Atmosphäre, wie es sie in einem deutschen Film lange nicht mehr gegeben hat. Die
Kamera kontrastiert Licht und Schatten zu Bildern von beängstigender Schönheit,
die an expressionistische Vorbilder des deutschen Stummfilms anknüpfen. Der swingend-aufpeitschende
Score von Willy Mattes, der den Zuschauer von Anfang an in fiebrige Spannung versetzt,
packt. Das Darstellerensemble eine wahre Pracht. Joachim Fuchsberger steht die Rolle
des forschen Beschützers glänzend zu Gesicht. Eva Anthes zeigt sich spröde
und anmutig. Später war sie unter ihrem richtigen Namen Elfie von Kalckreuth lange
Jahre beliebte Programmansagerin beim ZDF in Mainz; den "Frosch" allerdings
hat sie trotz zahlreicher Wiederholungen nie selbst auf dem Bildschirm angekündigt.
Sehr gut der majestätische Scotland-Yard-Chef Ernst Fritz Fürbringers und
der undurchsichtige Eigenbrötler Carl Langes. Walter Wilz verkörpert mit
natürlicher Frische jungenhaften Charme und die unbekümmerte Aufsässigkeit
jugendlicher Unreife. Eisig Fritz Rasp; glatt und verschlagen Ulrich Beiger. Sympathisch
Eddi Arent in verhalten-trockener Komik. Eva Pflug zaubert echte Sinnlichkeit auf die
Leinwand; mitreißend ihr effektvoll gebotener Song. Siegfried Lowitz brilliert
als Meister behutsamer Überlegenheit und pfiffiger Intelligenz. Ein echter Knaller
für die Leinwand, ein Kino-Thriller großen Formats. Quelle |
Der Frosch mit der Maske(BRD/Dänemark 1959) Harald Reinl war einer der Hauptregisseure der Rialto -sein Frosch mit der Maske-wies bereits die typischen Ingredienzen der WallaceKrimis auf, in erster Linie ,die vielen falschen Fährten und Verdächtigten, die aufgebaut wurden um die im Kern schematisch-simple Story zu komplizieren.Das verwirrt den Zuschauer und ermöglicht ihn mit einer überaschend herbeigeführte Auflösung des Rätsels zu überrumpeln.Derartige Story-Konstruktionen sind dabei meist so unglaubwürdig, das, das größte ,bislang ungelöste Rätsel bleibt ,worin die Attraktivität dieser Krimiserie lag. |
Kritik: Es wundert nicht, dass
dieser Auftakt den Grundstein für den Erfolg der Edgar Wallace-Filme legte, denn
er gehört zu den Höhepunkten der Reihe. |