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Die toten Augen von London (BRD 1961)

Trotz zahlreicher Verdächtiger und einigen Auslassungen die den Ablauf der Geschichte verwirren sollen ,blieb die Story des Films durchsichtig, kann die Lösung den blinden Heimleiter zu präsentieren kaum noch überraschen.Für Alfred Vohrer war es das Regie-Debüt,schon in seinen ersten Fall erwies sich Vohrer ,als ein Regisseur ohne Gespür für Stimmungen.Vielmehr verwechselte er auch in der Folge technischen Zauber wie künstlichen Nebel mit jener Atmosphäre, die sich aus präziser Beobachtung und Schilderung prägnanter Details einer Szenerie ergibt.Jener gruselige Schauer und die kriminalistische Spannung die Vohrer vergeblich zu inszenieren versuchte fand sich dagegen in der ersten Verfilmung des Stoffes aus dem Jahre 1939 in der unter der Regie des Briten Walter Summers Horrorstar Bela Lugosi für stimmige Atmosphäre sorgte.

Alfred Vohrers erster Wallace-Krimi erfrischt die Serie ohne jeden Zweifel durch eine ganz neuartige Inszenierungsweise. Wenige andere Regisseure haben es besser verstanden aus jeder Einstellung und aus jeder Kamerabewegung einen dramaturgisch so perfekt stimmigen Effekt zu erzielen. Egal ob es sich dabei um eine Mordszene handelt (z. B. Mord im Fahrstuhlschacht) oder um eine komische Passage (Szene mit Fuchsberger, Wüstenhagen und Arent). Auch beim Betrachten der Gesamtserie gibt es wohl keinen Film, der unheimlicher und düsterer wäre als dieser. Die Schauplätze (an erster Stelle das Blindenheim) verheißen nichts Gutes und die harte Inszenierung der Mordszenen bewirken ihr übriges. Ein Großteil zum gelingen dieses Films liegt bei den Autoren des Drehbuches. Soviel Dialogwitz, soviel Liebe im Detail kann bis dahin kein anderer Wallace-Film aufweisen. Fazit: Ein Klassiker des deutschen Kriminalfilms!

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Die toten Augen von London
Der erste Wallace-Film von Alfred Vohrer, der zum ersten mal den echten, bizarren Wallace-Grusel zeigt. Ein reiner Horrorfilm und einer der besten der ganzen Serie überhaupt, der zwar viele sadistische Brutalitäten aufweist, die aber dem Handlungsablauf untergeordnet sind. Teilweise blinde Versicherungsbetrüger ermorden im nächtlichen Londoner Nebel vorzugsweise hochversicherte Millionäre, Joachim Fuchsberger als Inspektor Hold und Eddie Arent als sein Assistent Sunny Harvey kommen den Tätern auf die Schliche. Erstmals: Dieter Borsche, Kinski und Ady Berber, der auch in einigen anderen Filmen mitwirkte.
 

 

 

 

 

Der Fälscher von London(BRD 1961)

ist insofern eine atypische Wallace-Verfilmung , als sie sich stärker auf den detektivischen Aspekt einer Untersuchung konzentriert.Regisseur Reinl inszenierte mit einer für ihn ungewohnten Sorgfalt einzelne Details und zeigt den Inspektor ausgiebig bei seinen Nachforschungen. Zudem hielt sich Reinl beim Aufbau falscher Verdächtiger einigermaßen zurück und setzte stattdessen auf das typische Kombinieren eines britischen Detektives wie es vor allem in den Sherlock Holmes Verfilmungen existiert.Das dieses Kombinieren von Siegfried Lowitz mit der Gemächlichkeit des Alten vorgenommen nicht völlig schlüssig scheint,gehört indes zum Charakter von WallaceFilme.

Harald Reinl gelang hiermit ein absolut zeitlos wirkender Film mit gewohnt spannungsgeladener Kameraarbeit, interessanten und perfekt eingefangenen Motiven sowie einem flüssigen Erzähltempo. Der Spannungsbogen baut dabei langsam und weniger auf spektakuläre Einzelgeschehnisse auf. Der Handlungsbogen ist dramaturgisch einwandfrei und logisch. Dies wäre jedoch undenkbar ohne die hervorragende Besetzung des Films, die ihre hintergründigen Rollen perfekt wiedergibt. Die Filmmusik von Martin Böttcher fügt sich perfekt in die Welt der Wallace-Krimis ein. Ein Klassiker!

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Der Fälscher von London
Als reiner Detektivfilm eine Ausnahme innerhalb der Serie, es geht wieder um eine Millionenerbschaft und Ulrich Beiger kann als korrupter Yard-Inspektor von seinem Kollegen Siegfried Lowitz überführt werden. Wieder dabei: Karin Dor, Walter Rilla und Eddie Arent (in einer Minirolle).
 

 

Diese englisch-deutsche Coproduktion setzte innerhalb der Wallace-Serie ganz neue Akzente. Inhaltlich und formal wirkt diese Geschichte um eine Mordserie im Drogenmilieu wesentlich zeitgenössischer als die bisherigen Produktionen. Auch die exklusiven, zahlreichen Aufnahmen an Originalschauplätzen lassen diesen Streifen realistischer und weniger fiktiv erscheinen. Der Regisseur Akos von Rathony schuf einen etwas weniger spektakulären, aber dennoch spannenden Thriller mit internationalem Flair. Die deutsche und britische Besetzung überzeugt im gegenseitigen Einklang und die Musik von Keith Papworth zählt zu den besten der gesamten Serie.
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Das Geheimnis der gelben Narzissen(BRD /Großbritannien 1961)

Der Film wurde um die Kosten niedrig zuhalten in englischer CO-Produktion mit gleichen Team ,aber verschiedene Darsteller gedreht.Beide Filme zeichnen sich nicht gerade durch besondere Originalität aus,Interresant ist einzig die Mitwirkung des draculaMimen Christopher Lee,der aber wenig Gelegenheit hatte aufzufallen.Das Geheimnis der gelben Narzissen bleibt übrigens ungeklärt in der konfursen Story des Films.

Der Titel ist ein wenig irreführend, da das Geheimnis der gelben Narzissen bereits in den ersten Minuten gelöst wird und danach keine Rolle mehr spielt; dies tut dem Film jedoch keinen Abbruch. Die Story ist spannend und flott inszeniert und besticht durch ihre ausgiebigen Außenaufnahmen an Originalschauplätzen. Starkameramann Desmond Dickinson hat Schönheit und Gefahr des nächtlichen Großstadtpflasters London in ausdrucksstarken Bildern eingefangen. Keith Papworth erweist sich als vielseitiger Komponist, dessen Spannungsthemen und stimmungsvolle Illustrationsmusik die Handlung wirkungsvoll begleiten. Der frivole Song ist Ingrid van Bergen auf den Leib geschrieben und verleiht ihrem herben, spröden Charme glänzend Ausdruck. Joachim Fuchsberger und Sabina Sesselmann - ein Starduo mit Konfliktpotential, das sich erst zusammenraufen muss. Christopher Lee unterstreicht seinen mit kluger Gelassenheit gespielten Part durch Humor der leisen Töne. Albert Lieven mimt mit Bravour den bedingungslosen Geschäftsmann von trügerischer Freundlichkeit. Ganz besondere Freude bereitet nach zehnjähriger Pause seit "Nachts auf den Straßen" das Wiedersehen mit Marius Goring in einem deutschen Film. Auch hier ist Klaus Kinski überragend. Er verliert in der Rolle des Peter Keene trotz aller Brutalität nie seine mitleiderregende Ambivalenz. Die ständige Präsenz unselbständiger Schwäche und enttäuschten Lebenshungers macht betroffen. Dichtes, emotionales Spannungskino mit wirkungsvollen Zwischentönen.

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Das Geheimnis der gelben Narzissen
Ein eher zweitklassiger Film und eigentlich eine englische Produktion, gleichzeitig wurde eine deutsche Fassung mit dem gleichen Stab, aber abweichender Besetzung hergestellt, in der Fuchsberger, Kinski und Ingrid van Bergen zu sehen sind. Albert Lieven gibt einen der ausdruckslosesten Gangster der Serie (was er in "Der Gorilla von Soho" wiederholte). Christopher Lee spielt in beiden Fassungen den chinesischen Rauschgiftexperten Ling-Chu, aufgeklärt wird eine Mordserie in London allerdings durch Klaus Kinski, der in der Rolle als Kriminalbeamter überrascht.
 

Die seltsame Gräfin (BRD 1961)

Allein die großartige Starbesetzung des Films bis in die kleinste Rolle verspricht höchstes Krimivergnügen, welches den Zuschauer mit dieser Produktion auch tatsächlich erwartet. Die Kombination aus einer großen Reihe Ufa-Altstars, dem jungen, in seiner Rolle ergreifenden Klaus Kinski und dem Drehbuch, das allen Darstellern gleichermaßen eine einmalige Undurchschaubarkeit verleiht, fesselt das Publikum von Anfang bis Ende an die spannende Dramaturgie der Geschichte. Die faszinierenden Schauplätze wie das rätselhafte Schloss und die düstere Irrenanstalt unterstreichen die bedrohlichen Ereignisse um das immer enger werdende Netz, das die begabte Brigitte Grothum, umgibt. Ein Klassiker des Kriminalfilms!

 

Die seltsame Gräfin
Der Film wird lediglich von der damals 64jährigen Hauptdarstellerin Lil Dagover getragen, die in ihrer Rolle als Gräfin aus Geldgier Verbrechen anstiftet und versucht, eine junge Erbin (Brigitte Grothum, später auch in "Das Gasthaus an der Themse" zu sehen) umbringen zu lassen, aber Joachim Fuchsberger als Privatdetektiv Mike Dorn ist einmal mehr der Retter in der Not. Außerdem: Fritz Rasp, Eddie Arent und ein genialer Kinski als wahnsinniger Irrenanstaltsinsasse.