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Die Tür mit den sieben Schlössern (BRD 1962)

Einmal mehr erwies sich Alfred Vohrer ,als ein Meister dramaturgischer und inhaltlicher Ungereimtheiten.Nicht allein die übermäßig konstruiert wirkende Lösung des Falles auch das hohe Maß an Zufälligkeiten mit denen die Drehbuchautoren Peterson und Kai ihre Geschichte ein Ende entgegen zwangen wirkte störend.Überflüssig ist auch das aus dem Horrorfilm entnommende des verrückten Wissentschaftlers und seiner medizinischen Versuche zum künstlichen Menschen im Stile eines Frankensteins.

Die Handlung ist abwechslungsreich, amüsant und bietet durch die verschiedenen Schlüsselbesitzer ständig etwas Neues. Der perfekte Rhythmus des Films wird durch die Entfernung der Eingangssequenz zu Anfang unliebsam gedämpft. Weitere, später erfolgte Schnitte bringen einige Szenen um den Effekt. Die Besetzung ist eine wahre Freude. Am eindrucksvollsten Pinkas Braun als brutaler, herrschsüchtiger Dr. Staletti, der seine Dialogsätze trotz scheinbarer Gelassenheit wie Peitschenhiebe zu verteilen versteht. Heinz Drache zeigt sich hier von außergewöhnlicher Dynamik als wahrer Gentleman. Eddi Arent zeigt sich in Bestform als liebenswerter Eulenspiegel; Klaus Kinski versteht aus einer kleinen Rolle wirklich alles herauszuholen und überrascht wiederum mit neuen Nuancen in seinem Spiel. Beängstigend Gisela Uhlen als rücksichtslos-grausame Mrs. Cody; Werner Peters glänzt als ihr schwächlicher, unselbständiger Gatte. Hans Nielsen zunächst von treuherziger Freundlichkeit bis zur Verwandlung in die bemühte Kälte eines nach Selbstbestätigung heischenden Möchtegernbösewichts. In den Szenen mit Ady Berber verstand es Vohrer wiederum geschickt, unfreiwillige Komik zu vermeiden und dem Betrachter Schauer über den Rücken zu jagen. Karl Löbs Kamera verwandelt die Schauplätze auf der Berliner Pfaueninsel in eine eindrucksvolle Kulisse, deren Wirkung sich durch die sparsame Verwendung von Musik noch verdichtet. Einziges Manko: es hätte wohl gelingen sollen, für die Szenen im Labor von Dr. Staletti einen echten Affen aufzutreiben. Ein spannender Film der alles enthält, was man sich von einem guten Wallace erwartet und keine Wünsche offen läßt.
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Eher schwache Verfilmung, in der sieben Erbschleicher untereinander morden und an ihrer eigenen Habgier scheitern. Heinz Drache gibt sein Debüt als Inspektor Dick Martin, assistiert von Eddie Arent. Siegfried Schürenberg löst E. F. Fürbringer als Chef von Scotland Yard ab und spielt die Rolle des Sir John fortan rund ein Dutzend Mal. Sehenswert: Pinkas Braun als wahnsinniger Wissenschaftler und Ady Berber, der wie einst Boris Karloff als Frankensteins Monster ein Opfer dessen medizinisch missglückter Versuche wird. Kinski als Unterweltsspitzel wird schon nach wenigen Minuten ermordet.
Das Gasthaus an der Themse
 

Das Rätsel der roten Orchidee(BRD 1962)

Im Unterschied zu den meisten Rialtofilmen setzte diese Produktion auf Action,die sich am amerikanischen Kriminalfilm der 50er Jahre orientierte.Regisseur Ashley konnte indes deren Standart nicht erreichen und so präsentierte sich -Das rätsel der roten Orchidee, als ein zeitweilig reichlich dilettantischer Versuch,aus den eingefahrenden Gleisen der Serie auszubrechen,ohne dabei wesentliche Merkmale ,wie die Produktion sie vorgab zu vernachlässigen.Auch hier findet sich wieder die mühsam konstruierte Auflösung eines konfusen Falles voller Ungereimtheiten.

Mitten im kommerziellen und künstlerischen Aufwind der Wallace-Filme erlebte das Publikum durch diesen Streifen wohl eine herbe Enttäuschung. Schon inhaltlich mag die Handlung nicht so recht in das Schema der Serie passen. Der Plot um die zwei rivalisierenden Gangsterbanden hätte wohl mehr in die drei Jahre später entstandene Jerry-Cotton-Reihe gepasst. Formal kann dieser Film leider ebenso wenig als gelungener Krimi betrachtet werden. Selbst wenn man die Tatsache, dass der Haupttäter bereits bei seinem ersten Auftritt an der Stimme zu identifizieren ist, außen vor lässt. Regisseur Helmuth Ashley kann man angesichts einer unreifen Geschichte ohne erkennbaren Spannungsbogen keinen weiteren Vorwurf machen; auch nicht der an sich attraktiven Besetzung - vom farblosen Sternchen Marisa Mell einmal abgesehen. Unfähig erwies sich hier der sonst sehr präzise arbeitende Autor Egon Eis. Das einzig gute an diesem schlechtesten Schwarzweiß-Wallace ist der Titelvorspann und die Filmmusik von Peter Thomas.

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