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Der Hexer(BRD1964)

Wenngleich der Hexer den herkömmlichen Schema mit seinen falschen Verdächtigen und ablenkenden Indizien folgte ,das zu dieser Zeit dem Publikum schon vertraut sein mußte , so wurde der Film doch zu einem der bekannsten der Serie.

Einzig der deutsche Autor Reinecker fühlte sich gemüßigt ,in seiner Version den Stoff um einige modische Mätzchen aufzuwerten.Dadurch aber komplizierte er den ohnehin verwirrenden Stoff noch weiter zu Lasten kriminalistischer oder psychologischer Wahrscheinlichkeit

Dieser Film ist DER Wallace-Film, der am meisten überschätzt wird. Wahrscheinlich wirken die aufwendigen Werbestrategien des Constantin-Filmverleihs bis heute. Der Film ist mit Joachim Fuchsberger, Heinz Drache und Siegfried Lowitz in den Hauptrollen ohne Zweifel großartig besetzt. Aber machen nicht alle (einschließlich der Nebendarsteller) den Eindruck als spielten sie nur mit halber Kraft? Größter Makel: Inspektor Higgins trägt nicht im geringsten zur Aufklärung des Falls bei, da er meist mit seiner Verlobten, dem nachsynchronisierten Modell Sophie Hardy, beschäftigt ist. Der Fall klärt sich durch die wenig spektakulären Morde an der Bande um Reddingwood von selbst. Das Mädchenheim macht dramaturgisch keinen Sinn und stilistisch nichts her. Alfred Vohrer inszenierte sichtbar sparsam. Die einkopierten Szene aus vorherigen Rialto-Filmen bestätigen den Gesamteindruck, man habe es hier eher mit einem Fernsehspiel zu tun. Fazit: Schwächster Schwarzweiß-Wallace von Alfred Vohrer.

Quelle

Der Hexer
Der Hexer war Wallaces berühmtester Roman, der insgesamt sechsmal verfilmt wurde. Nach einigen schwächeren Werken verfasste Herbert Reinecker das Buch für einen Film, der neue Maßstäbe setzte. Der Hexer, ein Mann mit tausend Gesichtern, schaltet sich in mörderische Gangsterkämpfe ein, um den Mord an seiner Schwester zu rächen. Man leistete sich den Luxus, gleich drei prominente Krimiexperten einzusetzen, Heinz Drache als australischer Privatdetektiv Wesby und Joachim Fuchsberger als Inspektor Bryan Edgar (!) Higgins sowie zusätzlich Siegfried Lowitz als pensionierter Inspektor Warren. Eddie Arent als Assistent des Hexers erstmals in einer Rolle jenseits des Gesetzes. Der Name des Hexer-Darstellers wurde auf den Filmplakaten nicht erwähnt und während der Dreharbeiten gehütet wie ein Staatsgeheimnis. Regisseur Vohrer schloss sogar die letzten Drehbuchseiten in einen Safe ein, bis sie benötigt wurden. Der Film besticht durch die unzähligen Masken, die im Film bis in die 70er hinein sehr beliebt waren, als Beispiel seien nur die Fantomas-Filme mit Jean Marais und Louis de Funés genannt.

Das Verrätertor(BRD/England 1964)

Horst Wendlandt ließ dieses Werk in deutsch/englischer CO-Produktion von Freddy francis inszenieren ,dem Horrorspezialisten der HammerFilm.Doch auch Freddy Francis erwies sich als nicht in der Lage den spannungs-und handlungsarmen Stoff aufzuwerten.Wallace selbst hatte seine Geschichte vom großen Coup ursprünglich ,als Musical verfaßt , bevor er daraus einen Roman machte.

Der Film verläuft weitgehend unspektakulär; größter Pluspunkt sind die Aufnahmen an britischen Originalschauplätzen. Schöne Außenaufnahmen helfen aber nur bedingt über die Runden, wenn die Story zu dünn ausfällt. Die alles erspähenden Teleobjektive und Mikrophone sind zu überzogen und märchenhaft, als dass sich damit dramaturgisch viel anfangen ließe. Es fehlt spürbar an handlungstreibenden Einfällen und Tempo. Die Besetzung besitzt im Vergleich gegenüber anderen Filmen zu wenig Attraktivität und Kreativität; auch die Regie bleibt farblos. Einziger Aktivposten ist Albert Lieven als souveräner Nobelgangster Trayne. Man hätte bei Co-Produktionen sicherstellen müssen, daß Buch und Regie in Händen liegen, die mit Stil- und Gestaltungserfordernissen der Wallace-Serie vertraut sind. Am meisten bleibt die Filmmusik von Peter Thomas in Erinnerung. Ein hübscher Nostalgiefilm; den letztlich aber Welten von einem echten Wallace-Film trennen.

Die Gruft mit dem Rätselschloß(BRD 1964)

Der Film zählt zu den schwächeren Adaptionen der Rialto,was bei den insgesamt recht dürftigen Inszenierungen der gesamten Serie einiges über die Qualitäten dieses Films aussagt.

Der Film plätschert weitgehend spannungs- und einfallsarm ohne dramaturgische Höhepunkte vor sich hin. Die Handlung ist überladen mit albernem Klamauk (Westlake rechnet seinem Koffer dessen Gefängnisstrafe vor) und dümmlichen Effekten (die "Gruft" und die "Todesfallen") und kommt trotz guter Ansätze nicht recht in Fahrt. Hätte man es doch nur bei einem Safe belassen. Das Betonmonstrum mit blinkenden Lampen und Geräuschkulisse macht keinen Sinn, außer dass es dem Zuschauer bald gehörig auf die Nerven fällt. Nach zwei sehr guten Arbeiten fällt Gottliebs Inszenierung hier recht uninspiriert und nachlässig aus; hätte man ihm keine Drehbuchmitarbeit zugestanden, wäre es möglicherweise nicht so schlimm gekommen. Harald Leipnitz, Werner Peters, insbesondere aber Ilse Steppat, Ernst Fritz Fürbringer und Rudolf Forster geben ihr Bestes, hätten aber viel mehr zu leisten vermocht, müssten sie nicht permanent gegen das Buch anspielen. Eddi Arent übertreibt diesmal hemmunglos und wirkt daher mehr störend denn als Bereicherung für den Film. Eine sträfliche und kaum nachvollziehbare Merkwürdigkeit: Klaus Kinski stumm spielen und nur alle halbe Stunde kurz durchs Bild huschen zu lassen. Wurde ihm etwa im "Zinker" ernsthafte Gelegenheit gegeben, mit einer stummen Rolle eine faszinierende Charakterstudie zu gestalten, hat man sein Talent hier schlichtweg vergeudet. Auch für die Figur des Sir John bleibt kaum Raum zu sinnvoller Entfaltung. Siegfried Schürenberg spielt auch mit sichtlicher Ungeduld; nie war er so böse wie hier und man hat bisweilen den Eindruck, es wäre nicht Spiel sondern Unzufriedenheit mit seiner Rolle. Großzügigere Außenaufnahmen an englischen Originalschauplätzen als gewohnt und einige parodistische Einfälle bereiten zwar Vergnügen, vermögen den unbefriedigenden Gesamteindruck aber nicht wettzumachen. Die aufregendste und effektvollste Szene des ganzen Films, nämlich den Tod von Connor (Respekt vor der Leistung des damals 64 Jahre alten Fürbringer) in den Mühlsteinen hatte man bereits für die Kinoauswertung gekürzt und aus allen sich im Umlauf befindlichen Fernseh- und Videofassungen nunmehr ganz herausgeschnitten. Fazit: trotz einiger markanter Darstellerleistungen eines der Schlußlichter unter den Schwarzweiß-Wallaces; hätte man doch Franz Josef Gottlieb diesmal ganz außen vor und den seit den dreißiger Jahren versierten Spielleiter Robert A. Stemmle auf den Regiestuhl gelassen!

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