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Das Geheimnis der weißen Nonne(BRD/Großbritannien 1966) Der von Briten Cryil Frankel inszenierte Film zählt zu den teuersten Produktionen der deutschen wallace Serie.An den 4Millionen Budget beteiligte sich auch eine britische Firma,was dem Mitwirken englischer Schauspieler erklärt.Der Stoff ist nurmehr frei nach Wallace,was nichts anderes bedeutet als das Elemente aus dessen Storys übernommen wurden um die fade Geschichte überhaupt marktfähig machen zu können. Für Eddy Arent, war dies sein letzter Auftritt in der Serie,mit ihm verlor die Reihe eines ihrer charakteristischen Merkmale. |
Stellte bereits "Der Bucklige von Soho" einen deutlichen Bruch in der Wallace-Linie dar, setzt sich dies in diesem Film leider noch verstärkt fort. Die Handlung enthält einfach zuviel albernen Unfug wie z.B. der Transport von Clossen im Sarg, die Szene auf dem Friedhof, oder das lächerliche Gerät, mit dem der Tresor in minutenlangen Szenenfolgen aufgeschossen wird. Aus all dem läßt sich dramaturgisch kein Kapital schlagen; der Zuschauer wird auf zu viele Geduldsproben gestellt. Der englische Fernseh-Regisseur Cyril Frankel vermochte trotz guter und passender Besetzung nicht die Stilelemente des klassischen Rialto-Wallace zu wahren. Die immens teure Produktion wurde ihm letztlich anvertraut, weil andere Regisseure nicht zur Verfügung standen. Alfred Vohrer war von den britischen Coproduktionspartnern abgelehnt worden und der zunächst vorgesehene Alvin Rakoff erwies sich als exzentrisch und unumgänglich. Schließlich bemühte man sich um Don Sharp, der wohl in der Lage gewesen wäre, den Stoff ansprechend umzusetzen; bedauerlicherweise hatte er zu den Terminen bereits andere Verpflichtungen. Grell und plump; von der Tradition gepflegter britischer Kriminalfilme hat der Streifen nichts mitbekommen; von echtem englischen Humor ganz zu schweigen. Richtige Wallace-Atmosphäre will sich bei diesem Film einfach nicht einstellen. Die Chance ausgiebig an Originalschauplätzen drehen zu können, wurde insofern unbefriedigend genutzt als man auf London-Aufnahmen verzichtet hat. Mit dem hervorragenden Robert Morley stand ein Gaststar zur Verfügung, dessen Persönlichkeit ausgezeichnet dem klassischen Rialto-Stil entsprochen hätte; hier kann er wenig von seinem Können zeigen. James Culliford wirkt wie ein bemühter Ersatz für Klaus Kinski, der ursprünglich für den Film auch vorgesehen war. Mit der Figur des Sir John wissen Buch und Regie überhaupt nichts anzufangen; Siegfried Schürenberg kann sich keinen Moment entfalten. Stewart Granger, Brigitte Horney und Eddi Arent sind aufs beste bemüht, vermögen den wirren und spannungsarmen Film jedoch nicht zu retten. |
Das Geheimnis der weißen Nonne
Dekadenter Landadel und falsche Nonnen rauben und morden, bis ihnen Scotland
Yard das Handwerk legt. Die deutsch-englische Co-Produktion mit internationaler
Besetzung (Stewart Granger, Brigitte Horney, Robert Morley, Terry Thomas) war
mit vier Mio. Mark der Wallace-Film mit dem höchsten Budget. Eddie Arent ist in
seiner 21. Wallace-Rolle zum letzten mal zu sehen, als Safeknacker. Siegfried
Schürenberg als Sir John sieht man nur kurz, und in der gleichzeitig erstellten
englischen Fassung, die teilweise anders besetzt ist, gar nicht.


Das Rätsel des silbernen Dreiecks(England 1966)
folgte weitgehend dem Schema der Rialto,obgleich die Firma nicht an der Produktion beteiligt war.Auch hier verwirren die vielen Verdächtigen und lassen die Auflösung des Rätsel ,als Überreaschung erscheinen.Tatsächlich überraschend war die Entlarvung von Eddy Arent als Mörder,sorgte er doch in den meisten Filmen für den meist reichlich verkrampften und albernen Humor,auch im Rätsel des silbernen dreiecks war er bis auf den Schluß für die Komik zuständig Wenngleich der Film unter der Regie von Werner Jacobs sich qualitativ auf der gleichen niedrigen Ebende bewegte ,so schien er doch atmosphärisch ein wenig dichter ,was nicht zuletzt daran lag ,daß er von einem britischen Kameramann an Originalschauplätzen fotografiert wurde.
Der Film besitzt eine flotte Grundstory und besticht durch
seine schönen Außenaufnahmen an Originalschauplätzen in England. Etwas bemüht
ist das Finale, in dem der Haupttäter nicht einfach verhaftet wird sondern etwas fadenscheinig
nochmals die Gelegenheit erhält, alle zu bedrohen um dann umständlich zu Tode zu
kommen. Hier hätte sich eine überzeugendere Lösung gefunden. Auch die Dramaturgie,
Christopher Lee zwei Drittel des Films unter einer Maske zu verbergen, ist reichlich ungeschickt.
Sehr bedauerlich, daß man nicht Siegfried Schürenberg als Sir John besetzt hat.
Eddi Arent und Klaus Kinski hätte man häufiger und, vor allem Kinski, effektvoller
einsetzen müssen. Zudem bleibt trotz wenig Text die Schwäche, dass man ihm in der
deutschen Fassung eine fremde Synchronstimme verpasste. Der besondere Reiz des Films bleibt
ohnehin der Originalfassung vorbehalten: Heinz Drache und Eddi Arent sprechen ihre Parts souverän
und überzeugend auf Englisch. Auch sonst fällt die deutsche Synchronisation gegenüber
dem Original ab. Die englischen Dialoge besitzen weitaus mehr Schärfe und Witz als die
oftmals launige deutsche Übersetzung. Viele Szenen, die ursprünglich ganz ohne Dialog
auskommen (z.B. die Ermordung des Beamten mittels Gasbombe im Polizeiauto) hat man im Deutschen
mit willkürlichen und überflüssigen Kommentaren verwässert. Andere Sequenzen
(Verfolgungsjagd der Geldräuber durch die Polizei) wurden in der deutschen Fassung auf
Kosten von Rhythmus und Tempo unvorteilhaft geschnitten. Sowohl Titelthema wie auch die meiste
Illustrationsmusik sind in beiden Versionen verschieden. Ein spannender, handwerklich solide
gemachter Krimi, der durch spektakuläre Action und reizvolle Schauplätze bestens
unterhält. In der deutschen Schwarzweiß-Kinofassung verliert der Film leider den
Reiz der Landschaftsaufnahmen und Dekors. Völlig unverständlich, daß man die
Chance, mit diesem Film einen optimalen Einstieg in Farbe zu beginnen, so billig vertan hat.
Eine der unprofessionellen Entscheidungen, die man beim Constantin-Verleih getroffen hat.
Quelle
Das Rätsel des silbernen Dreiecks
Eigentlich handelt es sich um einen englischen Film, an dessen Herstellung
Wendlandt nicht beteiligt war. Da neben Christopher Lee aber einige deutsche
Schauspieler wie Kinski oder Heinz Drache (als Zirkusdirektor) mitwirken, wurden
nachträglich die obligatorischen Wallace-Chiffren in den Vorspann einkopiert.
Ein Goldraub und mehrere Morde im Zirkusmilieu sind aufzuklären, Eddie Arent
ulkt sich gewohnt durch den Film.

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Der Bucklige von Soho(BRD 1966) Es war dies der erste Farbfilm der Serie.Herbert Reinecker schrieb das Drehbuch sehr frei nach Motiven von Edgar Wallace,was die Vermarktung des Films unter den bekannten Etikett ermöglichte,überdies tauchten einige vertraute Gesichter aus der Serie auf. Daß Reinecker seiner Phantasie freien Lauf lassen konnte,trug allerdings nicht zur Qualität des Werkes bei,das Gegenteil war der Fall.Die kompliziert-verwickelte Story erzeugte nur mehr Langeweile. |
Ein schier unbrauchbares Drehbuch bar jeder Originalität und voll plattem Klamauk. Das mag daran liegen, dass das Buch zum vorgesehenen dritten "Hexer"-Film rasch und unter Zeitdruck auf den "Buckligen" umgeschrieben wurde. Stets herrscht der Eindruck, alles schon einmal gesehen zu haben, aber viel besser und überzeugender. Das Thema Mädchenhandel und Mädcheninternate war mit dem "Hexer" und dem "unheimlichen Mönch" bereits ausgiebig abgehandelt. Agnes Windeck und Albert Bessler ließ man schlicht noch einmal ihre Glanzrollen aus dem "Zinker" nachspielen. Hilde Sessak wiederholt ihren Part aus dem "Hexer" und beim "Mekka" denkt man nur wehmütig an das Niveau des "Gasthaus an der Themse" zurück. Eddi Arents Rolle ist von Anfang an völlig durchsichtig. Mehr als unbeholfen, ihn nun das dritte Mal in Folge (!) als Haupt- bzw. Mittäter zu präsentieren. Joachim Teege nervt mit kindischen Klamaukeinlagen. Richard Haller mit seinem künstlichen Buckel gibt dramaturgisch nichts her, schon die Eingangssequenz versandet in unfreiwilliger Komik. Das selbe gilt für die mittelalterliche Waschküche und erst recht für den seltsamen Flammenwerfer, der sich zudem sichtbar in der Glasplatte spiegelt, die man zum Schutz vor die Darsteller gehalten hat. Man sieht dem Film einfach bis ins Letzte an, daß er schnell, billig und ohne große Sorgfalt heruntergekurbelt wurde. Für das Farbdebut hätte man auch für attraktive Außenaufnahmen sorgen müssen; der Autounfall beispielsweise ist erbärmlich stümperhaft ausgeführt und auch London bekommt man kaum zu sehen. Der Streifen bleibt trotz Farbe blass: die läppische Handlung und die grell ausgeleuchtete Szenerie geben keine Gelegenheit für atmosphärische Stimmungen. Gezielte Farb- und Lichtdramaturgie war wohl nicht möglich, da man sich begnügte Standardlicht zu setzen, das schnelles und unkompliziertes Drehen aus allen Perspektiven ohne langwieriges Einleuchten der einzelnen Einstellungen erlaubt. Der Titelscore gelang ganz flott, sonst aber wirkt die "Ha-ho-ho-ho"-Musik von Peter Thomas oft gequält übertrieben und unterstreicht damit die übrigen Mängel des Films umso stärker. Alfred Vohrer enttäuscht auf ganzer Linie; aus dem Buch hätte man aber kaum Besseres machen können. Man glaubt kaum, dass Reinecker noch ein Jahr zuvor "Neues vom Hexer" geschrieben hat. Fazit: Eine tolle Besetzung steht hilflos herum und hat nichts zu tun.Quelle |
Der Bucklige von Soho
Eine Amerikanerin soll in London ein Millionenerbe antreten und gerät in die
Fänge von Verbrechern, die zuvor schon andere Leidensgenossinnen ermordeten. Mit
dem ersten Farbfilm der Serie beginnt die 4. Phase, erstmals nach einem frei
erfundenen Drehbuch von Herbert Reinecker. Die Serie befindet sich auf dem
künstlerischen und kommerziellen Höhepunkt, Alfred Vohrer macht fast jeden Krimi
zu einem Meisterwerk, aber Höhepunkt bedeutet auch Zenit und nur zwei Jahre
später wird sich das Ende der Serie bereits abzeichnen. Großartig ist Günther
Stoll als zynischer Inspektor Perkins, daneben Monika Peitsch, Pinkas Braun und
Hubert von Meyerinck. Der homosexuelle, glatzköpfige Schauspieler (Spitzname:
Hubsi) sollte in den nachfolgenden Werken noch ganz besonders zur Geltung
kommen. Eddie Arent mimt einen besonnenen Geistlichen.
