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Das Gesicht im Dunkeln(BRD /Italien 1969)

Als dieser Film entstand, war die Serie der Rialto bereits im Niedergang.Horst Wendland suchte in der CO-Produktion mit Italien einen Umschwung zu erreichen,er glaubte, mit der verändrten Umgebung und der Besetzung eines Standartbösewichtes Klaus Kinski in einer positiven Rolle verlorenden Boden gutzumachen,konnte aber nicht verhindern das das Publikum diesen frei nach Walllace gestalteten Stoff fernblieb.

Zu Recht,denn die Unwahrscheinlichkeiten der Geschichte verdichteten sich zu einer noch undurchschaubareren Mixtur,als es bereits bei den anderen Filmen der Fall war.

Der Film hat keinerlei echte Edgar-Wallace-Atmosphäre mehr. Das liegt an Drehbuch, Besetzung und vor allem der Coproduktion mit italienischen Partnern. Nach Handlungselementen (Lesben und Pornofilme), Machart (dilletantische Tricks, schlampige Rückprojektionen und wacklige Kameraführung, unpassende Musik) und Besetzung (nichtssagende, drittklassige italienische Darsteller) bestenfalls lachhaft, sich auf Edgar Wallace berufen zu wollen. Die deutsche Verleihfassung wurde gegenüber dem italienischen Original um 9 Minuten gekürzt, was nicht unbedingt dazu beigetragen haben mag, den Film inhaltlich logischer oder verständlicher zu machen. Auch Klaus Kinski kann nichts retten, da man ihm als Hauptdarsteller ausgerechnet die Synchronstimme von Gerd Martienzen (unschlagbarer Sprecher für Louis de Funès) verpasste. Kinski kann nur mit seiner eigenen Stimme wirken; in einer mehrsprachigen Produktion hätte man immer sicherstellen müssen, dass er sich selbst synchronisiert; alles andere ist vergeudetes Talent. Nachdem das Publikum zuletzt in "Die blaue Hand" Kinskis Sprech- und Schauspielkunst in einer Doppelrolle in Reinkultur erleben durfte musste es in diesem Streifen um so unangenehmer auffallen. Die Wallace-Fans ließen sich von Constantin und Rialto ohnehin nicht mehr für dumm verkaufen und ignorierten den belanglosen Film von vorn herein.
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