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Die Tote aus der Themse (BRD 1971)

Als der Letzte rein deutsch produzierte Film der Rialto markierte er bereits den entgültigen Niedergang der Reihe .Die Ungereimheiten der Geschichte ,wieder einmal sehr frei auf Motiven nach Wallace beruht ließen sich auch durch eine prüde Sexeinlage von Ingrid Steeger als Kitty nicht länger übersehen.Mit der farblosen Uschi Glas in der eigentlichen Hauptrolle setzte Produzent Wendlandt zwar auf die momentane Kassenattraktivität der schauspielerin,verletzte aber auch eine regel seiner Serie,nämlich einen markanten Darsteller wie Joachim Fuchsberger in der rolle eines Inspektors (oder Detektivs),als Führer durch die verworrenden Inhalte agieren zu lassen.

Ein Jahr später produzierte Wendlandt ,wiederum mit Uschi Glas seinen letzten Wallace "Das Rätsel des silbernen Halbmondes"unter der Regie von Umberto Lenzi ,Schauplatz Rom ,mit einer verworrenden Story,die nichts mehr mit Wallace zutun hatte,das Markenzeichen Wallace wurde hier nur zu Werbezwecken gebraucht,wobei das Publikum nicht mitmachte .Der Film wurde ein Flop.

Erstaunlich, dass man hier nach dreijähriger Pause und aller zwischenzeitlich beschrittenen Irrwege einen Film zustande gebracht hat, der noch einmal annähernd so etwas wie Edgar-Wallace-Atmosphäre wiederzugeben vermochte. Der Film wurde sichtbar mit gewissen Aufwand (Außenaufnahmen) und erkennbar größerer Sorgfalt (Kameraarbeit und Synchronisation) produziert, als andere Filme jener Jahre; das kommt ihm spürbar zu Gute. Die Wallace-Qualitäten der frühen Sechziger erreicht er freilich in keinem Punkt. Größter Aktivposten ist das Wiedersehen mit Siegfried Schürenberg als Sir John, der trotz manch fadenscheiniger Situationen und Dialoge durch seine Persönlichkeit dem Film ein gutes Stück Niveau verleiht. Auch Hansjörg Felmy und Werner Peters sind angenehme Darsteller; Uschi Glas wirkt zumindest erträglicher als sonst. Ansonsten ist das Drehbuch zu unspektakulär und tempolos; die Handlung plätschert ohne Höhepunkte zu sehr vor sich hin, als dass der Film nachhaltig beeindrucken könnte. Die Musik von Peter Thomas dagegen beweist noch einmal sein volles Format. Handwerklich achtbar als eine der letzten Ausnahmen in einer Zeit, in der der deutsche Film fast tot am Boden lag; heute aber einzig wegen Siegfried Schürenberg als Sir John von Interesse.
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Die Tote aus der Themse
Wendlandt legte nochmal nach, hatte aber außer attraktiven Außenaufnahmen nicht viel zu bieten. Hansjörg Felmy bleibt als Inspektor Craig (der 15. Wallace-Inspektor) ebenso nüchtern wie einige Jahre später als Tatort-Kommissar Haferkamp in gleichnamiger ARD-Serie, entlarvt in einem Geflecht aus Intrigen, Mord und Rauschgiftschmuggel aber schließlich einen Oberschurken. Neben Uschi Glas, Ivan Desny, Vadim Glowna, Ingrid Steeger und Petra Schürmann ist Siegfried Schürenberg zum letzten mal als Sir John dabei, und ein letztes mal auch Werner Peters, der kurz nach Ende der Dreharbeiten starb. Mit Wallace hatte das ganze nichts mehr zu tun hat.