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Sprung in den Abgrund (1933)

Der Versicherungsdetektiv Harry Peters begegnet im Winterurlaub im Gebirge einem Mann, der krampfhaft sein Gesicht verhüllt. Später erfährt er im Hotel, daß in den Bergen gerade ein Mann ums Leben gekommen sein soll. Als er am nächsten Tag mit einem Bergführer die Leiche suchen will, werden sie überfallen. Der Bergführer stürzt ab, Harry kann mit knapper Not dem Absturz in die Tiefe entkommen. Bald hat er den Verdacht, daß der angeblich tödlich Verunglückte noch am Leben ist und seinen Tod zwecks Versicherungsbetrugs nur vorgetäuscht hat. Auch andere Personen im Hotel kommen im verdächtig vor. Ein weiterer Mordanschlag wird auf Harry während seiner Recherchen verübt. Als er später die Verbrecher auf ihrem Weg über die Grenze im Hochgebirge stellt,die sich auch teils gegenseitig umbringen wollen, kommt es in Eis und Schnee zu einem Kampf auf Leben und Tod...



Hochalpines Krimi-Abenteuer mit dem deutschen Ur-Actionhelden Harry Piel. Schon über dreißig Jahre vor James Bond hängt er in luftiger Höhe an einer Berggondel um die Schurken zu stellen.

Am Anfang der dreißiger Jahre waren Bergfilme, besonders die von Leni Riefenstahl und Luis Trenker groß in Mode. Harry Piel leistete mit diesem Film seinen Beitrag zu dieser Kinowelle.

Für die Bauten in diesem Film war u. a. wieder Willi A. Herrmann zuständig, der 1960 für den Wallace-Film "Der Rächer" die Bauten schuf.

Dieser Film lief vor Jahren einmal auf SAT1.

Darsteller:

Harry Piel - Harry Peters

Elga Brink - Betty Bergen, Sekretärin

Anton Pointner - Baron Moll

Hermann Blaß - Karl Schöning

Gerhart Bienert - Walter Volkmann

Hilde Hildebrand - Eva Volkmann

u. a.

Regie: Harry Piel

Dreharbeiten: Zugspitze, Schneefernerhaus

Uraufführung: 30.03.1933, Berlin, Ufa-Palast am Zoo


 

 

Schüsse an der Grenze (1933)

Der Film zeigt an dem Beispiel einer Kriminalhandlung den Kampf der deutschen Reichsbehörden gegen das Schmugglerunwesen rings um Deutschland. Drei in ihrem landschaftlichen Charakter untereinander völlig verschiedene Schauplätze werden als Beispiele herausgegriffen: die Ostsee, das bayrische Hochgebirge und das flache Land an der deutsch-holländischen Grenze.

Da der Film in enger Fühlung mit den hierfür in Frage kommenden Behörden, besonders mit dem Reichsfinanzministerium hergestellt wurde, bietet er Gewähr dafür, daß er aller falschen Romantik entkleidet nur tatsächliches, echtes Geschehen zeigt.

Im Mittelpunkt der Handlung steht ein verbrecherischer Großunternehmer Michalski der mit seiner Komplizin Gerda und einer wohldurchdachten Organisation ein Netz über die gesamten Grenzen Deutschlands ausgebreitet hat. Die Fäden dieses verderblichen Gewerbes reichen von der Südgrenze im Hochgebirge bis zur Ost- und Nordsee und lassen keine geographische Möglichkeit aus, die zwischen diesen weit voneinander entfernt liegenden Bezirken existiert. Mit erstaunlicher Schlauheit wird von dieser Bande daran gearbeitet, überall gerade die Waren gegen den Willen der Zollbehörden über die Grenzen einzuführen, die auf den inländischen Märkten die heimatliche Produktion unterbieten und daher besonders wirtschaftsschädigend wirken. In atemberaubenden Erlebnissen klettert man mit den Schmugglern durch die Schroffen und Felshänge der Alpen, kämpft man mit Schmugglerschiffen auf den nordischen Meeren, rollt man in Autolastzügen und Panzerkraftwagen auf nächtlichen Landstraßen. Man sieht die Hehlerneste, in denen die gepaschten Waren ihrer weiteren Verwendung harren und wird Zeuge dessen, wie in Gasthäusern und Spelunken zu beiden Seiten der Grenzen um die Beute gefeilscht wird.Besonders rege und lebhaft ist das verbrecherische Treiben der Schmugglerbande an der flachen holländischen Grenze, wo Michalski in dem Schmuggler Job seinen besten Mann gefunden hat.

Der Film zeigt aber nicht nur das Tun und Treiben der lichtscheuen Elemente der gefährlichen Schmugglerbande, sondern auch den zähen, unermüdlichen, von eisernem Pflichtbewußtsein getragenen Kampf, den eine auf Grund vielfältiger Erfahrungen geschulte Beamtenschaft unter ständiger Einsetzung ihres Lebens gegen diese Verbrecher führt. Auch hier wird zunächst die Zentrale, das strategische Hauptquartier, gezeigt, wo alle Meldungen zusammenlaufen und wo die nötigen Anweisungen und Befehle durch Draht- und Ätherwellen in alle Welt hinaus gesandt werden. Man lernt auch das kameradschaftliche, internationale Zusammenarbeiten der Behörden aller Kulturländer kennen. Dann geht es hinaus auf die Kampfplätze selbst. Man sieht den Kampf gegen die Schmuggler im Hochgebirge. Gewaltig rollt das Echo der Schüsse über die Gipfel der imposanten Bergwelt. Ein Schauplatz ganz anderer Art: Im rasenden Tempo durchschneidet der Zollkutter die Schaumkronen der Ostsee. Wieder wechselt das Bild. Motorräder flitzen auf der dunklen Chaussee der holländischen Grenze zu.Die Schmuggler lassen sich durch kein Hindernis abhalten. Sie kennen keine Rücksicht. Schon hat hier der Schmugglerlastzug mit seinem Panzerauto an der Spitze den Schlagbaum durchbrochen. Aber die Grenzer sind auf dem Posten. Nach aufregender Hetzjagd über kilometerlange Strecken verliert der Führer des Schmugglerwagens schwer verwundet die Gewalt über das Steuer. Das Panzerauto zerschellt, geht in lodernden Falammen auf und explodiert.

 

Regie: J. A. Hubler-Kahla

Darsteller:

Michalski - Peter Erkelenz

Nr. 34 - Peter Voß

Gerda - Carla Bartheel

Oberzollrat Rüder - Bernhard Goetzke

Der Schmuggler-Führer - Fritz Kampers

 

 

 

Ein gewisser Herr Gran (1933)

Ein italienischer Ingenieur erfindet eine Geheimwaffe zur Flugabwehr und wird ermordet. Die Konstruktionsunterlagen gelangen in die Hände feindlicher Agenten. Der Geheimdienstoffizier Bergall soll die Unterlagen wieder beschaffen. Er steigt unter dem Falschnamen Herr Gran in Venedig ab und wird in gefährliche Abenteuer verwickelt. Am Ende stehen natürlich die Wiederbeschaffung der Unterlagen, sowie ein Happy End in Liebesdingen.

Man könnte fast sagen, ein Bond-Vorläufer. Eine Strahlenwaffe zur Flugzeugabwehr, konspirative Nachrichtenübermittlung auf den Kanälen von Venedig, angezapfte Telefone, Agentenduelle um Konstruktionspläne usw. alles Zutaten die man aus späteren Agentenfilmen zur Genüge kennt.

Der Film war für die damalige Zeit aufwendig an Originalschauplätzen in Italien gedreht.

Hans Albers als unschlagbarer Sieger wieder ganz in Hochform.

Außenaufnahmen: Venedig und Rom
Uraufführung: Berlin, 15.08.1933, Ufa-Palast am Zoo

Walter Rilla, der in den sechziger Jahren in einigen Mabuse-Filmen wieder dabei sein wird und in dem Wallace-Film "Der Fälscher von London" der Drahtzieher im Hintergrund ist, spielt hier den Maler Pietro.

Der spätere "Sir Arthur" der Wallace-Serie, Hubert von Meyerinck spielt in diesem Film den britischen Geheimdienstoffizier Gordon.
 

Der lange als verschollen geglaubte Film wurde vor einigen Jahren wiederentdeckt und wurde digital restauriert mit dem originalen Trailer als DVD bei "Black Hill" veröffentlicht.

Darsteller:

Hans Albers - Herr Gran
Albert Bassermann - Tschernikoff
Rose Stradner - Bianca Tschernikoff
Walter Rilla - Maler Pietro
Karin Hardt - Viola Dolleen
Olga Tschechowa - Frau Mervin
Hubert von Meyerinck - Hauptmann Gordon
Regie: Gerhard Lamprecht