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Es geht um mein Leben (1936)
Vor dem Haus von Rechtsanwalt Dr. Lessner im Grunewald, wird der Stimmungssänger Juan Navarro in einem Taxi erschossen aufgefunden. Als erster wird Dr. Lessners Diener verdächtigt der Mörder gewesen zu sein, doch der ist bald entlastet.

Dann gerät Dr. Lessners Frau Christel in Verdacht. Sie war früher mit Navarro verlobt und wurde jetzt von ihm bedrängt. Dr. Lessner wird zudem von einem Unbekannten mit einem seine Frau kompromittierenden Brief erpresst. Christel Lessner kommt in Untersuchungshaft. Als Dr. Lessner sich mit dem Erpresser trifft, schlägt die Polizei zu. Er kann vorerst entkommen. Dann stellt sich heraus, daß es der Stimmungssänger Bogroff ist. War er der Mörder von Navarro? Plötzlich fallen Schüsse. Ein Unbekannter versuchte Bogroff während des Verhörs zu erschießen. Bogroff packt aus und sagt,  der Mörder von Navarro ist der Direktor Stephan, der in Wirklichkeit der Hochstapler Fernando ist. Navarro kannte seine wahre Identität, deshalb mußte er sterben. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd und Schießerei im Revuetheater bei der Stephan alias Fernando nach einem Kampf mit Dr. Lessner zu Tode stürzt kommt es zwischen Dr. Lessing und seiner Frau Christel zum Happy End.
Kurzweiliger und spannender Kriminalfilm der im Revue-Milieu angesiedelt ist.
Darsteller:
Karl Ludwig Diehl - Dr. Lessner
Kitty Jantzen - Christel seine Frau
Theo Lingen - Diener bei Dr. Lessner
Walter Gross - Ernst Torsten
Harry Hardt - Juan Navarro
Robert Dorsay - Ilja Bogroff
Hans Zesch-Ballott - Stephan Direktor einer Tanztruppe
Karl Dannemann - Jastrow, Kriminalrat

u.v.a.

Regie: Richard Eichberg

Uraufführung: 15.12.1936

 

 


 

 

Gleisdreieck (1936)

Der U-Bahn-Fahrdienstleieter Hans Scheffler rettet im letzten Augenblick ein junges Mädchen, das sich vor die herannahende U-Bahn werfen will. Sie verlieben sich sofort ineinander und denken ans Heiraten. Der Vater von Hans Scheffler ist strikt dagegen. Er ist ein altgedienter Aufsichtsbeamter bei der Berliner U-Bahn. Die Freundin von Hans, Gerda Volkmann, hat nämlich einen kriminellen Bruder, der wegen Diebstahls im Zuchthaus Plötzensee einsitzt. Diese Verbindung betrachtet Hans Schefflers Vater als nicht standesgemäß.

Als Gerda nach einem Streit mit dem Vater von Hans die Wohnung verlassen will, steht auf einmal ihr Bruder Max vor ihr, der aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er braucht wieder einmal Geld. Als er einen Umschlag liegen sieht indem sich Geld befindet greift er zu und verläßt mit dem Geld schnell die Wohnung. Das Geld jedoch gehört dem U-Bahn-Sportclub und Hans muß es am nächsten Tag abliefern. Er hält seine Kollegen hin und sein Beruf und seine Ehre stehen bald auf dem Spiel. Max will das Geld nur herausgeben, wenn ihm Hans den Schlüssel zu einem U-Bahnschacht besorgt. Von dort führt der Weg zu einem Banktresor. Hans geht zum Schein auf die Sache ein und benachrichtigt die Polizei...

Ein Kriminalfilm mit sozialkritischem Einschlag. Man sieht viel Berliner U-Bahner-Milieu der Vorkriegszeit.

Robert A. Stemmle führte Regie und schrieb am Drehbuch mit. Er schrieb in den sechziger Jahren wieder die Drehbücher für Edgar Wallace,- Bryan Edgar Wallace,- Mabuse- und Karl May Filme.

Der spätere Regisseur Wolfgang Staudte ist in einer kurzen Rolle als U-Bahner zu sehen.

Dieser Film lief vor langer Zeit auch einmal auf BR3.

Darsteller:

Gustav Fröhlich - Hans Scheffler

Heli Finkenzeller - Gerda Volkmann

Paul Hoffman - Max Volkmann

Otto Wernicke - Vater Scheffler

Albert Hörrmann - Ganove Hobby

Werner Pledath - Kriminalkommissar König

Regie:

Robert A. Stemmle

Dreharbeiten: Aug. - Sept. 1936, Bahnhöfe und Strecken der U-Bahn in Berlin

Uraufführung: 27.01.1937, Berlin, Ufa-Palast am Zoo

 

 

 

 

Verräter (1936)



Der ausländische Agent Morris und angeheuerte deutsche Helfershelfer wollen an diverse Informationen über neue Entwicklungen in der deutschen Rüstungsindustrie herankommen. An einen neuen Rohölvergaser, an Informationen über die Entwicklung der Panzerproduktion, Pläne eines Wasserwerkes, sowie an ein neues Kampfflugzeug, das von einem als Mechaniker getarnten, eingeschleusten Agenten entführt werden soll...
Ein für die damalige Zeit sehr rasant gemachter Spionagefilm, der schon viele Elemente des 007-Genres vorwegnahm. Auch hier sollte die deutsche Bevölkerung durch diesen Film vor Unvorsichtigkeiten und vor den Machenschaften der ausländischen Spionage gewarnt werden.
Der damalige Chef der deutschen Abwehr, Admiral Canaris, war als Berater für diesen Film tätig.
Willy Birgel spielt den Feindagenten in seinem hervorragenden Gentleman-Stil, Paul Dahlke ist diesmal ebenfalls auf der Gegenseite und arbeitet für den feindlichen Spionagering.
Rudolf Fernau "Dr. Crippen" ist in einer seiner ersten Filmrollen zu sehen. Natürlich als ein durch seine habgierige Freundin in das Netz der Feindspionage, getriebener Konstrukteur aus dem es für ihn kein Entrinnen mehr gibt.
In einer Nebenrolle ist auch der zukünftige "Sir John" Siegfried Schürenberg als Luftwaffen-Oberstleutnant Naumann zu sehen.

Darsteller:
Willy Birgel - Agent Morris
Lida Baarova - Agentin Marion
Theodor Loos - Dr. Auer
Rudolf Fernau - Konstrukteur Fritz Bockau
Herbert A.E. Böhme - Agent Schulz
Paul Dahlke - Agent Geyer
Hans Zesch-Ballot - Dr. Wehner
Sepp Rist - Kommissar Kilian
Siegfried Schürenberg - Oberstleutnant Naumann

Regie: Karl Ritter

Außenaufnahmen: Berlin u. beim Panzerregiment in Wünzdorf

Uraufführung: 15.09.1936, Berlin, Ufa-Palast am Zoo

 

 

Die Stunde der Versuchung (1936)
Der Rechtsanwalt Dr. Leuttern ist von seinem so Beruf verreinnahmt, daß er seine junge, attraktive Frau Inge total vernachlässigt. Auch als er mit ihr zusammen die Oper besucht, muß er die Vorstellung wegen eines Mandanten, dem Geheimrat Rüdiger verlassen. Das macht sich der Lebemann MacNorris zunutze, der schon lange die Frau des Rechtsanwalts verführen will. Die Frau des Geheimrats Rüdiger hatte ebenfalls einmal ein Verhältnis mit MacNorris, doch der beendete das Verhältnis. Alice Rüdiger hat seitdem Depressionen und flieht aus dem Sanatorium. Sie fährt in die Wohnung von MacNorris und wartet dort auf ihn. Als er mit Inge dort auftaucht, um diese zu verführen, wird er von Alice erschossen...
Typische UfA-Mischung aus Beziehungsdrama und Kriminalfilm.
Die damaligen UfA-Stars Harald Paulsen, Gustav Fröhlich und Theodor Loos spielten schon in mehreren Kriminalfilmen der Vorkriegs- und Kriegszeit mit, die auf diesen Seiten vorgestellt werden.
Die tschechische Filmschauspielerin Lida Baarova, die auch eine Hauptrolle in dem Spionagefilm "Verräter" spielte, war in den dreißiger Jahren einige Zeit die Geliebte von Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels.

Darsteller:
Gustav Fröhlich - Rechtsanwalt Dr. Leuttern
Lida Baarova - Irene Leuttern
Harald Paulsen - MacNorris
Theodor Loos - Geheimrat Rüdiger
Elisabeth Wendt - Alice Rüdiger
Rudolf Klein-Rogge - Kriminalrat Brandt
Karl Hannemann - Kriminalkommissar März
Regie:
Paul Wegener
Uraufführung: 14.08.1936, Prag
Deutsche Erstaufführung: 29.09.1936, Berlin, Capitol

 

 

In Lissabon treffen sich die beiden befreundeten Kriminalbeamten Harry Winkler aus Berlin und Conny Steven von Scotland Yard um an einem Boxturnier in Buenos Aires teilzunehmen. Sie haben noch 90 Minuten Aufenthalt, bevor ihr Schiff nach Südamerika ablegt. Sie treffen eine junge Frau und kommen dadurch einem Verbrechen auf die Spur. Der Onkel der jungen Frau wurde ermordet und Harry Winkler stellt bald fest, daß der Mörder des Onkels mit dem Mann identisch ist der einige Jahre vorher seinen Vater tötete...

Rasanter Kriminalfilm von und mit Harry Piel, der in diesem Film u. a. mit einem Leoparden kämpfte und sich dabei nicht doubeln ließ. Die Autoverfolgungsjagd am Schluß die natürlich wie der ganze Film in Portugal spielt, wurde in Dalmatien gedreht. Man sieht, schon lange vor den Karl May Filmen der Rialto, hat Harry Piel Kroatien für Filmaufnahmen entdeckt.

 

Darsteller:
Harry Piel - Harry Winkler
Alexander Golling - Conny Steven
Else v. Möllendorff - Ilse Siebeck
Hans Zesch-Ballot - Alberto Basto
Eduard v. Winterstein - Kriminalkommissar Winkler
Regie: Harry Piel
Uraufführung: 25.09.1936 Berlin, U.T. Kurfüstendamm, U.T. Friedrichstraße, Titania-Palast

Hans Zesch-Ballot, der in diesem Film den Mörder spielt, spielte in den sechziger Jahren in dem Wallace-Film "Das Rätsel der roten Orchidee" den Sir John. Auch trat er in den sechziger Jahren in einigen Folgen der ZDF-Krimiserie "Das Kriminalmuseum" auf.