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Frau ohne Vergangenheit (1939)

Eine Frau wird am Abend auf der Straße angefahren und verliert ihr Gedächtnis. In ihrer Handtasche findet man einen amerikanischen Revolver, auch ihr Mantel stammt aus den Vereinigten Staaten. Papiere hat sie keine bei sich. Der Nervenarzt Dr. Entrupp stellt die unbekannte Frau als Mitarbeiterin bei sich ein, da er merkt, daß sie über medizinische Kenntnisse verfügt. Entrupp arbeitet an einem Impfstoff gegen Malaria. Doch bald taucht der Ehemann der geheimnisvollen Unbekannten auf. Es ist der Musiker Igor Costa, der durch sein leichtsinniges Leben heruntergekommen ist. Er ist drogenabhängig und hat in einem New Yorker Krankenhaus einen Arzt erschossen um an Geld für Rauschgift heranzukommen. Nun versucht er seine Frau zu erpressen, die ihn damals unwissentlich versteckt hat. Sie versucht sich für Entrupp zu opfern, damit der nicht durch sie in Verruf kommt, aber die Polizei ist zur Stelle und Entrupp und Eva erleben ihr Happy End.

Eine gut gelungene Mischung aus Kriminal- u. Arztfilm, gemischt mit dem üblichen Beziehungsdrama. Diese Produktion braucht sich hinter vergleichbaren US-Filmen jener Zeit nicht zu verstecken.

- Mit Rudolf Schündler u. Hans Zesch-Ballott sind wieder zwei zukünftige Wallace-Veteranen versammelt.

- Harald G. Petersson, der am Drehbuch mitschrieb, war während der 60er-Jahre Co-Drehbuchautor u.a. bei
  folgenden Filmen beteiligt: Nibelungen I + II, Winnetou u. sein Freund Old Firehand, Winnetou I,II,III, Der Hexer,
  Das indische Tuch, Der Zinker, Das Gasthaus an der Themse, Der Schatz im Silbersee, Die Tür mit den 7 Schlössern.

Dieser Film lief auch schon auf Premiere Nostalgie

Darsteller:
Sybille Schmitz - Die Unbekannte
Albrecht Schoenhals - Dr. Entrupp
Hans Leibelt - Konsul Willmann
Paul Bildt - Professor Halden
Hans Zesch-Ballot - Kriminalkommissar Schneidereit
Rudolf Schündler - Kriminalassistent Semmler
Bernhard Minetti- Igor Costa
u. a.
Regie: Nunzio Malasomma
Uraufführung: 18.07.1939

 

Der grüne Kaiser (1938/39)

Jan Karsten ist der neue Pilot des Großbankiers Hendrik Mylius. Man nennt diesen den "Grünen Kaiser", da er vor Jahren Diamantenfunde in der grünen Hölle des Amazonas gemacht hat. Mylius führt jedoch nebenher ein Doppelleben als Henry Miller auf einer Hazienda im brasilianischen Urwald. Er betrügt einige andere Großbankiers und transferiert die Gelder auf das Konto des Henry Miller. Bevor man ihm auf die Schliche kommt, inszeniert er unter Mithilfe des ahnungslosen Piloten Karsten seinen eigenen Tod. Bei einem Flug nach London-Croydon muß Karsten wegen schlechtem Wetter notlanden. Als er in London eintrifft ist Mylius nicht an Bord. Man findet in der Kabine eine Pistole mit 2 abgefeuerten Patronen. Karsten wird vor Gericht gestellt und wegen Totschlags an Mylius zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Freundin hat in der Zwischenzeit Mylius alias Miller geheiratet, der ruhelos mit seiner Luxusyacht auf der Welt herumsegelt.

Nach seiner Freilassung wird Karsten von einem Konsortium der von Mylius betrogenen Großbankiers beauftragt, sich auf die Spuren des geheimnisvollen Miller zu begeben. Als er mit einem Wasserflugzeug neben der Yacht landet und an Bord geht, trifft er nicht nur seine ehemalige Verlobte wieder, sondern entdeckt auch, daß Miller kein anderer als der totgeglaubte Mylius ist. Es kommt zu einem Kampf, bei dem Karsten in Notwehr Miller/Mylius erschießt. Er wird zum zweitenmal vor Gericht gestellt, aber es erfolgt selbstverständlich diesmal ein Freispruch.

Dieser Film lief früher einmal auf "DDR1".

- In diesem Kriminalfilm sind schlagartig 5 spätere Wallace-Veteranen versammelt. Nämlich ReneŽDeltgen, Siegfried Schürenberg, Franz Schafheitlin, Alexander Engel und Rudolf Schündler. Rudolf Schündler und Alexander Engel haben jeweils einen kurzen Auftritt als Reporter und Sekretär. Interessant ist bei der zweiten Gerichtsverhandlung, daß hier 3 spätere Wallace-Darsteller zusammen spielen. Rene`Deltgen als Angeklagter, Siegfried Schürenberg als dessen Verteidiger und Franz Schafheitlin als Staatsanwalt.

- Hans Leibelt, der in den dreißiger Jahren einige Kriminalbeamte spielte, ist auch in diesem Film, diesmal jedoch als Großbankier dabei. Im Pater Brown-Film "Das Schwarze Schaf" wird er als Bankdirektor zum Mordopfer.

- Die techn. Regie-Assistenz führte in diesem Film Karl Schulz. Er wird in den sechziger Jahren die Aufnahmeleitung bei der Stahlnetz-Folge "Rehe" führen.

- Für die Bauten in diesem Film war Erich Kettelhut verantwortlich. Später wird er für die Gestaltung der Bauten in dem Film "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" zuständig sein.

Darsteller:

Gustav Diessl - Henry Miller/Hendrik Mylius

Rene`Deltgen - Jan Karsten

Carola Höhn - Joana Martinez

Ellen Bang - Eva Latour

Hilde Hildebrand - Nora

Alexander Engel - Sekretär Favard

Hans Leibelt - Picard

Franz Schafheitlin - Staatsanwalt

Siegfried Schürenberg - Verteidiger

u.a.

Regie: Paul Mundorf

Dreharbeiten: August - Oktober 1938, Umgebung von Berlin

Erstaufführung: 13.02.1939, Wien, Apollo-Theater

 

 

 

Zentrale Rio (1939)

Maria Halmborg, deren Mann seit Jahren als tot gilt, erfährt, daß dieser noch in Rio lebt. Sie reist nach Rio um die Sache aufzuklären und findet ihren Mann in der angegebenen Villa erschossen auf. Sie wird mit ihrem Begleiter Michael Wenk, den sie auf der Überfahrt kennenlernte, verhaftet. Bald darauf werden sie jedoch wieder freigelassen und die Polizei fahndet weiter nach dem wahren Mörder. Der Fall ist vielschichtiger, als man zuerst annahm. Halmborg hat unter anderem Namen eine zweite Ehe geführt und war außerdem maßgeblich am Heroinschmuggel beteiligt. Der Drahtzieher der Bande läßt Maria Halmborg entführen. Doch der Polizei gelingt unter Mithilfe von Michael Wenk deren Befreiung und die Entlarvung des Hintermannes.

Der damalige Kriminalfilm-Experte Erich Engels führte auch hier wieder die Regie. Für die Bauten war Willi A. Herrmann verantwortlich. Er schuf auch die Bauten für den 1960 entstandenen Edgar Wallace-Film "Der Rächer".

Darsteller:

Leny Marenbach - Maria Halmborg

Camilla Horn - Chansonette Diane Mercier

Werner Fuetterer -  Michael Wenk

Hand Zesch-Ballot - Kommissar Dossa

Leo Peukert - Kommissar Gaveira

Paul Hoffmann - Marquez Cabana

Reinhold Bernt - Sergenat Carmo

Regie: Erich Engels

Uraufführung: 05.10.1939, Berlin, Atrium

 

Eine SzenenCollage zu Zentrale Rio

Alarm auf Station III (1939)


In einem Land indem Alkoholverbot herrscht, läßt sich ein vom Zoll gekündigter Wachtmeister von einer Schmugglerbande anheuern. Natürlich ist dies alles nur fingiert um die Gang auszuheben...
Dies ist ein Film der in einem anonymen, dem Namen nach zu urteilen, in einem skandinavischen Land spielt. Zollbeamte vom Küstenschutz im Kampf gegen Alkoholschmuggler. Viele Schießereien auf See.
In diesem Film spielen in Nebenrollen wieder einmal zukünftige zwei TV-Kommissare mit. Als Zollbeamter Egge ist hier wiederum Erik Ode zu sehen, der spätere ZDF-Kommissar und als Zollbeamter Holt , Wolf Ackva, der spätere Oberinspektor Steiner aus der Serie "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger" in der er den Kollegen und Gegenspieler von Beppo Brehm alias Wanninger spielte. Als Hauptmann Karsten ist in diesem Kriminalfilm auch Hans Nielsen zu sehen, den man ebenfalls in den 60er-Jahren in Edgar Wallace und Bryan Edgar Wallace Filmen wiedersehen wird.
Darsteller:
Gustav Fröhlich - Arne Kolk, Zollwachtmeister
Berta Drews - Frau Kolk
Kirsten Heiberg - Sängerin Kaja
Aribert Wäscher - Mister Fields
Hans Nielsen - Hauptmann Karsten
u.a.
Regie: Philipp Lothar Mayring
Drehorte: Umgebung von Saßnitz/Rügen, Westerland, Kampen/Sylt, Cuxhaven, Stettin, Berlin-Lichtenberg
Uraufführung 21.11.1939, Berlin, Tauentzien Palast

 

12 Minuten nach 12 (1939)

In Stockholm macht den Juwelieren ein dreister Juwelendieb zu schaffen, der nur "Der Unbekannte" genannt wird. Niels Terström alias Kommissar Bergmann will ihn mit Hilfe der Jurastudentin Ingrid Barko fassen...

Eine in Stockholm angesiedelte, turbulente Kriminalkomödie. In der Hauptrolle als Kommissar Bergmann sehen wir hier keinen geringeren als den zukünftigen "Hexer" Rene´Deltgen.

Darsteller:
Geraldine Katt - Ingrid Barko, Jurastudentin
Ursula Herking - Nelly Eklund, Musikstudentin
Rene´Deltgen - Niels Terström alias Kommissar Bergmann
Carl Raddatz - Juwelenmakler Griffen alias Michalski
Rudolf Platte Kommissar Karl Jensemann
Paul Henckels - Juwelier Anders
Paul Bildt- - Gerichtsvorsitzender

.Regie: Johannes Guter

Uraufführung: Dresden, 27.09.1939



 

 

 

Im Namen des Volkes (1938/39)

Alfred Hübner (Rudolf Fernau) ist ein eiskalter Berufsverbrecher. Er stellt Autofallen, raubt anschließend die Fahrer aus, begeht Brandstiftung und Mord. Mit einigen Komplizen bildet er eine Bande, mit der er weitere Verbrechen begeht. Doch die Verbrecher werden gestellt, es kommt zu einem Feuergefecht mit der Polizei. Hübner wird lebend gefaßt, bekommt den Prozeß gemacht und wird zum Tode verurteilt.
"Bösewicht vom Dienst" Rudolf Fernau wieder in einer Verbrecherrolle, schon einige Jahre vor "Dr. Crippen". Bei einem früheren TV-Interview sagte er einmal, daß ihm der Film "Im Namen des Volkes" besser gefallen hätte als "Dr. Crippen", weil er darin mal aus der Hüfte schießen konnte.
Die Bauten zu diesem Film schuf Wilhelm Vorwerg, der in den 60er-Jahren vielen Wallace-Filmen wiederum die düsteren Kulissen schuf.
Diesem hervorragenden Kriminalfilm, wiederum unter der Regie von Erich Engels ("Mordsache Holm"), liegt ein wahrer Kriminalfall zugrunde. Die Verbrecherlaufbahn der Brüder Götze. Von 1934 bis 1938 begingen die Götze-Brüder in Berlin Überfälle auf die Kassen von S-Bahnstationen, überfielen im Grunewald Liebespaare und raubten diese aus (viele Geschädigte machten keine Anzeige bei der Polizei, damit der Seitensprung nicht aufflog), legten Autofallen um die Fahrer anschließend auszurauben, überfielen Tankstellen, machten rücksichtslos von der Schußwaffe Gebrauch und begingen zwei Morde, darunter einen an einem Polizeibeamten. Sie arbeiteten damals schon nach dem Muster US-amerikanischer Gangster. Die damals bereits schlagkräftige Kripo dachte zuerst sie hätte es mit mehreren Tätern zu tun, da die Götze-Brüder einmal im Westen, dann im Osten und dann wiederum im Südosten von Berlin zuschlugen. Eine öffentliche Fahndung wurde vom Propagandaministerium verboten, was die Arbeit der Kripo erschwerte. Erst ein Hinweis einer Kneipenwirtin führte zur Festnahme, der wegen Raubdelikten bereits vorbestraften Brüder Götze. Sie wurden beide zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Kurz nach der Aufklärung dieses Kriminalfalles und dem Prozeß entstand dieser Film.
In gekürzter Fassung kam dieser Kriminalfilm im Jahre 1950, unter dem Verleihtitel "Autobanditen" noch einmal in die Kinos.

Darsteller:
Rudolf Fernau - Alfred Hübner
Rolf Weih - Kriminalkommissar Werner
Fritz Kampers - Fritz Hartmann
Christine Grabe - Barbara
Ellen Bang - Lola Larsen
Reinhold Bernt - Bruno Mielke
Albert Florath - Gastwirt Buggisch

Rudolf Platte - Max
Regie: Erich Engels
Drehorte: Berlin und Umgebung
Uraufführung: 27.01.1939, Berlin, Tauentzien-Palast

Dies sind authentische Fotos der Gebrüder Götze, nach deren Fall der Kriminalfilm "Im Namen des Volkes" gedreht wurde.

Bild1: Walter Götze (links), Max Götze (rechts)

Bild 2: Walter Götze (rechts) und Kriminaloberassistent Leutloff  bei einem Lokaltermin im Berliner Grunewald

Bild3: Vor Gericht zeigt Walter Götze (links im Bild) wie er u. sein Bruder Max (rechts im Hintergrund stehend)

mit Drahtseilen ihre Autofallen bauten.

Quelle: Fotos aus: Alexander Harder/Kriminalzentrale Werderscher Markt

Fackelverlag 1963
 

 

 

Der Vorhang fällt (1939)

Während der Premiere einer neuen Operette wird die junge Sängerin Vera Findteis, die als Zarin Katharina die Große auftritt, auf der Bühne erschossen. Zeitgleich mit einem "gespielten Schuß", wurde ein scharfer Schuß abgefeuert.

Kriminalrat Dr. Cornelsen, als Gast bei der Pemiere, muß sich nun als Leiter der Mordkommission mit der Aufklärung des Falles befassen. Er ermittelt in einem Dschungel von Gefühlen und Eifersüchteleien...

Mord im Theatermilieu. Dialoglastiger Kriminalfilm, in dem der Mord erst nach 45 Minuten passiert. An der langatmigen Handlung ändern auch die guten Schauspieler nichts.

Dieser Film lief vor Jahren auch einmal im öffentlich-rechtlichen TV.

Gustav Knuth ermittelt als Polizeirat.

Anneliese Uhlig, sie scheint eine zeitlang auf Kriminalfilme abonniert gewesen zu sein, wird zum Schluß als die Mörderin entlarvt. In den 70er Jahren ist sie in der ARD Vorabendserie "Okay S.I.R." die Chefin von Europol.

Rudolf Fernau spielt hier den Theaterfinanzier, seine Rolle kommt nicht groß zum Tragen in diesem Film.

Wallace-Veteran Alexander Engel hat auch wieder die Rolle eines Verdächtigen.

Lina Carstens, die spätere "Mrs. Smith" von Pater Brown sieht man hier als Souffleuse.

Für die Bauten war Erich Kettelhut zuständig, er schuf später die Bauten für den CCC-Film "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse"

Darsteller:

Anneliese Uhlig - Sängerin Alice Souchy

Hilde Sessak - Sängerin Vera Findteis

Elfie Mayerhofer - Sängerin Inge Blohm

Gustav Knuth - Kriminalrat Dr. Cornelsen

Rudolf Fernau - Theaterfinanzier Axel Rodegger

Rudolf Platte - Requisiteur Buttje

Alexander Engel - Pianist Cardoni alias Kapellmeister Vincenti

Lina Carstens - Souffleuse Hermine Florian


Regie: Georg Jacoby

Uraufführung: 13.07.1939, Berlin

 

Der Polizeifunk meldet...(1939)

Ein Angestellter einer chemischen Fabrik versucht mit seinem Freund hinter die Geheimnisse einer neuen Erfindung zu kommen, um diese an eine ausländische Macht zu verkaufen. Außerdem will er eine Chemielaborantin in seine Machenschaften hineinziehen. Am Abend als sie ihn besucht, geschieht in der Nähe seines Hauses ein Frauenmord...
Spannender Kriminalfilm um Industriespionage und Mord.Der verräterische Angestellte wird am Ende wegen Spionage vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Auch einer der wenigen Filme (außer politischen Propagandafilmen) indem mit "Heil Hitler" gegrüßt wird.

Darsteller: Lola Müther,als Cheflaborantin Inge Flint und Jaspar von Oertzen  ,als Dr. Berthold Mahr
Erich Fiedler ,als Erich Wiesneck,weiterhin Hans Zesch-Ballot ,als Kriminalkommissar Benken
mit Herbert Gernot ,als Kriminalsekretär Berg und  Jack Trevor ,als Percy Duffins
Regie: Rudolf van der Noss
Vorlage: Roman: "Aktenbündel M2-1706/45 von Axel Rudolf Uraufführung: 25.07.1939, Berlin, U.T. Friedrichstraße

 

 

Verdacht auf Ursula (1939)

Der Sägewerkbesitzer Ramin verschwindet spurlos. Seine besorgte Familie erfährt von dessen Bank, daß er einen Scheck auf einen Agenten ausgestellt hat um sich damit ein Gut zu kaufen. Diesen Kauf hat er jedoch nie getätigt. Die Polizei wird eingeschaltet und wenig später wird Ramins Leiche nach einer Suchaktion im Wald entdeckt. Er wurde erschossen. Bei den Ermittlungen stößt die Polizei auf Ursula von Tweel, die den Ermordeten kannte. Sie ist die Hauptverdächtige von Kommissar Weigelt. Ihr Mann überrascht die Beamten sogar mit einem falschen Mordgeständnis, da auch er denkt, seine Frau sei die Täterin. Deshalb will er alles auf sich nehmen, die Polizei kauft ihm dies jedoch nicht ab. Bei einer Zusammenkunft aller in diesen Fall verwickelten Personen unter Leitung der Kripo wird dann der richtige Mörder überführt...

- Fritz Kampers spielt den Kommissar als jovialen und gemütlichen Ermittler, den man jedoch nicht unterschätzen sollte und der scharfsinnig alles überblickt. Seine Darstellung erinnert etwas an "Der Alte" alias Siegfried Lowitz. In diesem Film sieht man auch einiges von der routinierten Ermittlungsarbeit der damaligen Kripo und eine Suchaktion der Gendarmerie mit Hundeführern.

- Anneliese Uhlig, die in den 70er-Jahren als Europol-Chefin in "Okay S.I.R." avanciert, ist auch in diesem Kriminalfilm wieder dabei.

- Richard Häußler, der spätere Wallace-Veteran wird in diesem Kriminalfilm als der mörderische Bankangestellte entlarvt.

- Wallace-Veteran Rudolf Schündler hat einen Kurzauftritt als Gast bei Tweels.

Dieser Film lief in früheren Zeiten einmal auf "DDR 1".

Darsteller:

Luli Hohenberg - Ursula von Tweel

Anneliese Uhlig - Pflegetochter Monika

Viktor Staal - Klaus Ramin, Neffe

Heinz von Cleve - Pferdezüchter von Tweel

Fritz Kampers - Kriminalkommissar Weigelt

Grethe Weiser - Ellen Bork

Fritz Genschow - Gutsinspektor Arndt

Charlie Albert Huber - Kriminalsssistent

Rudolf Schündler - Gast bei Tweels

Regie:

Karlheinz Martin

Dreharbeiten: Prag und Umgebung

Uraufführung: Berlin, 01.11.1939, Tauentzien-Palast

 

 

 

 

Zwielicht (1939)

Walter Gruber gehörte einmal einer Bande von Wilderern an. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird, nimmt er sich fest vor, mit der Wilderei aufzuhören. Seine einstige Geliebte, die Tochter von Förster Kuhnert, die ein Kind von ihm hat, heiratete inzwischen seinen Kumpel Robert Thiele . Thiele betreibt mit einer organisierten Bande weiterhin Wilderei und erpresst Walter, um wieder bei den Wilderern mitzumachen. Als der alte Förster Kuhnert von Thiele erschossen wird, lenkt dieser den Verdacht auf Walter...

Einige der mit der Mordermittlung betrauten Kripo-Beamten ermitteln undercover.

Ein Kriminalfilm der sich mit Wilderei und Förstermord beschäftigt. In der Amtsstube des Försters hängt an der Wand ein großes Bild von Reichsjägermeister Hermann Göring.

Darsteller:

Viktor Staal - Walter Gruber

Paul Wegener - Förster Kuhnert

Ruth Hellberg - Grete Kuhnert

Carl Raddatz - Robert Thiele

Willi Rose - Kriminalassistent Sievers

Albert Lippert - Kriminalkommissar Hagenbach

u. a.

Regie: Rudolf van der Noss

Dreharbeiten: Umgebung von Freienwalde, Baassee

Uraufführung: Berlin, Tauentzien-Palast, 19. April 1940

Eine Zwielichtszene

 

 

Parkstraße 13. Verhör um Mitternacht (1939)

Auf einer großen Gesellschaft in der Villa der Baronin Bornegg wird der zwielichtige Radzin ermordet. Der anwesende Kriminalrat Marquardt benachrichtigt die Mordkommission und übernimmt selbst die Ermittlungen. Hauptverdächtiger ist zuerst der Einbrecher Mieke, der sich in die Gesellschaft eingeschlichen hat um den Schmuck der Baronin zu stehlen. Aber er hat mit dem Mord nichts zu tun. Die Ermittlungen führen den Kriminalrat ins enge Umfeld, der von vielen Herren verehrten Evelyne Schratt. Motiv: Eifersucht...

Kriminalkammerspiel in mondäner Villa. Einzige Außenaufnahme ist der nächtliche Kurfürstendamm im Vorspann. Alexander Engel, bekannt aus einigen Wallace- Und Mabuse-Filmen spielt hier wieder einen russischen Diener.

Darsteller:
Olga Tschechowa - Evelyne Schratt
Hilde Hildebrand - Baronin Bornegg
Ivan Petrovich - Frank Molander
Theodor Loos - Doktor Elken
Ernst Dumcke - Kriminalrat Marquardt
Hans Brausewetter - Nordau
Anton Pointer - Radzin
Alexander Engel - Diener Fedor
Kurt Vespermann - Mieke
Gerhard Bienert - Kommissar Warnke
Rudolf Klein-Rogge - Direktor Bremer
Regie:
Jürgen von Alten
Uraufführung: 04.05.1939

 

 

 

Morgen werde ich verhaftet (1939)

Eine Sängerin wird erschossen. Der verdächtige Konzertmeister flüchtet und läßt Frau und Kind zurück. Zehn Jahre später taucht er unter anderem Namen wieder auf. Bald stellt sich heraus, daß der Kapellmeister damals der Täter war...

Dialoglastiger Kriminalfilm, der hauptsächlich durch die in diesem Streifen versammelten UFA-Stars lebt. Nach 10 Jahren wird ein Mord aufgeklärt und das dadurch ausgelöste Ehedrama wieder ins Lot gebracht.

Hier spielen Paul Klinger und Paul Dahlke zusammen. Paul Dahlke den ermittelnden Kommissar Brinkmann (man beachte den Nachnamen!) und Paul Klinger als Rechtsanwalt.

Mit dabei ist auch Gisela Uhlen, die man in den 60er-Jahren auch wieder in Wallace-Filmen ("Die Tür mit den 7 Schlössern", "Das Indische Tuch") antreffen wird.

Darsteller:

Käthe Dorsch - Maria Burger

Gisela Uhlen - Tochter Eva Burger

Ferdinand Marian - Juan Perez

Paul Klinger - Dr. Walter Felden

Will Dohm - Prof. Hugo Möbius

Paul Dahlke - Kommissar Brinkmann

Fritz Klaudius - Kriminalsekretär Hartwig

u.a.

Regie: Karl-Heinz Stroux

Uraufführung: 07.06.1939, Berlin, Tauentzien-Palast


 

 

 

Der Vierte kommt nicht (1938/39)

Drei Freunde warten auf den vierten Mann ihres musikalischen Quartetts. Da er nicht eintrifft, machen sie sich Sorgen. Sie finden ihn in seiner Wohnung erschossen auf - Selbstmord. Er war Kassierer in einer Stockholmer Bank und stand im Verdacht Unterschlagungen großen Stils begangen zu haben. Um den Ruf des Freundes zu wahren, beschließen die drei Freunde die Umstände seines Todes selbst aufzuklären.

Bald kommen sie jedoch dahinter, daß es sich nicht um Selbstmord, sondern um Mord handelt. Man vergiftete ihn vorher mit Schlangengift und gab dann auf ihn einen Schuß aus nächster Nähe ab.

Der Direktor der Bank, ebenfalls ein alter Freund, beteiligt sich an der Aufklärung des Verbrechens und gibt den Privatermittlern einen Vertrauten der Bank, Herrn Holmin, zur Unterstützung mit bei.

Der Verdacht richtet sich zuerst auf eine Ärztin, die den Ermordeten kurz vor dessen Tod noch besucht hat.

Homin, der Bankangestellte hat nach nächtlicher Sichtung von Bankunterlagen etwas aufgedeckt und will der versammelten Herrenrunde mitteilen wer der Mörder ist. Als er eintrifft, bricht er nach einem Schluck aus dem Sektglas tot zusammen. Ermordet durch Schlangengift.

So langsam kommen die drei Freunde dahinter, wer der Verbrecher ist. Es ist kein anderer als der Bankdirektor Kolman selbst. Er hat durch seinen Lebensstil die Bank ruiniert und alle, die ihm auf die Schliche kamen beseitigt.

Die drei Freunde legen ihm bei der Aussprache nahe sein Leben zu beenden. Er fährt zum Flugplatz, besteigt seine Privatmaschine - Kurs Paris. Während des Fluges stürzt er sich in die See.

Ein Kriminalfilm der in Stockholm angesiedelt ist.

Alexander Engel, späterer Wallace- u. Mabuse-Veteran spielt hier den Bankangestellten Holmin, der vergiftet wird.

Franz Schafheitlin, ein weiterer späterer Wallace-Veteran spielt Herrn Tilenius, Gerichtsrat und Angehöriger des musikalischen Quartetts der sich an den Ermittlungen beteiligt.

Ferdinand Marian, ein großartiger Schauspieler, der in seinem Äußeren und in seiner Mimik stark an den US-Horrordarsteller Vincent Price erinnert, bekam nach 1945 Berufsverbot, da er die Hauptrolle in dem Film "Jud Süß" spielte. Marian war nie in der Partei und politisch total desinteressiert. Er starb 1946 bei einem Autounfall. Zuerst vermutete man Suizid, weil er als Schauspieler nicht mehr tätig werden durfte. Nach neuestem Kenntnisstand dürfte es aber doch ein Unfall gewesen sein. Die Mitinsassen des Wagens blieben unverletzt und die alliierten Filmoffiziere in München wollten Marian wieder von der "Schwarzen Liste" nehmen. Er hätte somit nach dem Krieg eine neue Karriere in seinem Beruf beginnen können.

Darsteller:

Ferdinand Marian - Herr Kolman

Werner Hinz - Herr Holm

Franz Schafheitlin - Herr Tilenius

Ernst Stimmel - Herr Fredmark

Alexander Engel - Herr Holmin

Dorothea Wieck - Dr. Irene Andersen

 

Regie: Max W. Kimmich

Dreharbeiten: Stockholm

Uraufführung: Berlin, 23.03.1939, Tauentzien-Palast

 



 

 

 

 

Ich bin Sebastian Ott (1939)

Der Kunstsachverständige Dr. Sebastian Ott deckt eine große Gemäldefälschung auf. Sein Zwillingsbruder Ludwig Ott steckt mit seiner Bande hinter der Sache. Er lockt seinen Bruder Sebastian zu sich nach Prag, betäubt ihn, nimmt seine Papiere an sich und gibt sich dann als Dr. Sebastian Ott aus. Der echte Sebastian wird von der Polizei verhaftet...

Unterhaltsamer 30er-Jahre Kriminal-Spielfilm mit viel Wiener Touch.

Paul Hörbiger, der in der Zinker-Verfilmung von 1931 den Josuah Harras spielte, ist hier als pensionierter Kriminalrat zu sehen, der dem schurkischen Zwillingsbruder auf die Schliche kommt.

Die Kamera in diesem Film führte Karl Löb, der in den 60er-Jahren in vielen Wallace- und Mabus-Filmen ebenfalls hinter der Kamera stand.

Und als "Schmankerl" sehen wir hier als Ganove Meinhardt, einen jungen Schauspieler namens Adolf Berber. Es ist natürlich kein geringerer als Adi Berber, nur in jungen Jahren, aber schon mit der typischen Catcherfigur, der damals bestens in jeden US-amerikanischen Gangsterfilm gepaßt hätte.

Interessant ist, daß im zeitgenössischen IFK (Illustrierter Filmkurier) sein Name mit H.Berger angegeben ist, während er im Filmvorspann richtig geschrieben ist. Das Filmportal (www.filmportal.de) hat den Fehler des Filmprogramms leider übernommen.

Darsteller:
Willi Forst - Sebastian Ott & Ludwig Ott
Trude Marlen - Erika
Paul Hörbiger - Kriminalrat a.D. Baumann
Alfred Neugebauer - Prager Kriminalrat Dr. Nemetz
Adolf Berger - Meinhardt
Gustav Diessl - Strobel
Regie: Willi Forst, Viktor Becker
Uraufführung: 11.08.1939, Berlin, Gloria-Palast

 

 

 

Kennwort Machin (1939)

Hamburg. Der Kassierer Jürgen Borb ein Musterbeispiel an Zuverlässigkeit, unterschlägt bei der Firma Dadag 1 Million Mark.Den Ganoven Maschke, der ihm für die Flucht einen südamerikanischen Paß auf den namen Machin besorgt hat, beseitigt er und vergräbt ihn in einem, unter falschem Namen, gemieteten Keller. Die Kripo fahndet nach Borb der sich auf einem Passagierdampfer nach New York befindet. Kriminalkommissar Forst, der sich zwischenzeitlich in die Stiefschwester von Borb verliebt hat, folgt diesem. Borb hat in der Zwischenzeit die Identität des Chilenen Machin angenommen und macht an Bord die Bekanntschaft mit der Hochstaplerin Norah Hackett, die es jedoch nur auf sein Geld abgesehen hat. Borb hat an Bord jeweils eine Kabine auf den Chilenen Machin, sowie auf seinen eigenen Namen reserviert. Auf dem Dampfer täuscht er vor, daß Borb über Bord gegangen ist. Als Machin flüchtet er über New York nach Südamerika, aber Kriminalkommissar Forst ist ihm auf der Spur...

In diesem spannenden Kriminalfilm steht Paul Dahlke diesmal auf der anderen Seite des Gesetzes. Als Kriminalkommissar Forst sieht man Albert Hehn, den Vater von Sascha Hehn.

Hilde Weissner ganz toll, als kühle, berechnende Hochstaplerin.

Die gutaussehende Schauspielerin Ellen Bang, spielt in diesem Film wieder eine Halbweltdame. Diese Rolle hatte sie auch schon in "Mordsache Holm" sowie in "Im Namen des Volkes".

Das Drehbuch schrieb C.V. Rock, Pseudonym für Kurt W(alter) Roecken. Er arbeitete als Buch-Illustrator und begann Kriminalromane aus dem Amerikanischen zu übersetzen. Er verfaßte mehr als 50 Bände der "Reg Chappell"-Serie um die Abenteuer eines amerikanischen Polizisten, der als Vorläufer von "Jerry Cotton" angesehen werden kann. Er legte Wert auf die Feststellung, daß seine Romane auf realen Verbrechen beruhten. Bei deutschen Polizeibehörden wurde er zum "Kommissar ehrenhalber" ernannt. Nach seinen Erfolgen als Autor wurde er von der UFA als Drehbuchautor engagiert. Er verfaßte auch das Drehbuch zu dem Kriminalfilm "Alarm" (1940).

Nach dem Krieg siedelte er nach Österreich über und seine alten und neuen Kriminalromane erlebten verschiedene Neuauflagen bis in die siebziger Jahre hinein. Ab 1954 schrieb er für den BASTEI-Verlag.

(Quelle: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)

Darsteller:

Jürgen Borb alias A. Machin - Paul Dahlke

Marie-Henriette Borb - Viktoria von Ballasko

Hans Forst, Kriminalkommissar - Albert Hehn

Norah Hackett, Hochstaplerin - Hilde Weissner

Ramon Tomasa, ihr Komplize - Harald Paulsen

Gnerlich, Direktor der Dadag - Will Dohm

Puppe Lieschen - Ellen Bang

Regie:

Erich Waschneck

Uraufführung: 30.10.1939


Mehr zu C.V. Rock: http://www.krimilexikon.de/rock.htm
 

Ellen Bang : Habe ich mir aus Berlin schicken lassen, sehr selten.