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Falschmünzer (1940)

Im Bodenseeraum wird Falschgeld entdeckt. Die Ermittlungen übernehmen Beamte der "Reichszentrale für Falschmünzerei"
des Reichskriminalpolizeiamtes (RKPA). Als die Fälscherbande einen jungen Graphiker zur Mitarbeit nötigen will, besinnt er sich rechtzeitig und macht eine Aussage bei der Polizei. Die Spur führt in die Schweiz, wo das Verbrechernest mit Hilfe der Schweizer Polizei gestürmt wird...
Als Gangsterboss wieder der zukünftige "Dr. Crippen" Rudolf Fernau.
Auch in diesem Film wird die internationale Zusammenarbeit der Polizeiorgane gezeigt. Der Schlupfwinkel der Falschmünzer wird mit Hilfe einer Brieftaube ausfindig gemacht, die von einem Fieseler Storch verfolgt wird. Auch hier wird die moderne Technik bereits von der Polizei angewendet.
Nach der Zusammenlegung von Gestapo und Kripo zum "Hauptamt Sicherheitspolizei" traten viele Kriminalbeamte in die SS ein.
In diesem Film tragen auch die Kriminalbeamten in ihrer Dienststelle im RKPA SS-Uniform und reden sich auch mit den dementsprechenden Diensträngen an.
Bei einem Besuch des Schweizer Inspektors bei seinen deutschen Kollegen im RKPA sieht man an der Wand des Dienstzimmers die Bilder der beiden damaligen deutschen Polizeichefs Himmler und Heydrich hängen.

Wahrscheinlich mit ein Grund, warum dieser sehr gut gemachte Kriminalfilm nach 1945 leider Aufführverbot bekam.



Darsteller:
Juliette Balouet - Kirsten Heiberg
Gaston de Frossard, Bandenchef - Rudolf Fernau
Karl Bergmann alias Harry Gernreich - Hermann Speelmans
Professor Bassi - Theodor Loos
Hanna, Kunstschülerin - Karin Himboldt
Herbert Engelke, Grafiker - Hermann Brix
Obersturmführer Dr. Bradt, Kriminalkommissar - Axel Monje´
Zeltlin, Kriminalinspektor aus Zürich - Max Gülstorff
Regie: Hermann Pfeiffer
Dreharbeiten: Trins/Tirol, Berlin
Uraufführung: 19.11.1940
 

 

 

Alarm (1940)

In einer Pension wird eine junge Frau erwürgt. Es stellt sich im Laufe der Ermittlungen heraus, daß der Mord in Zusammenhang mit der Tätigkeit einer Einbrecherbande steht, die seit einiger Zeit in Berlin tätig ist. Die Bande wird von einem geheimnisvollen Chef im Hintergrund kommandiert, der die Fäden zieht...Auch in der Pension scheinen einige Mitbewohner keine saubere Weste zu haben...
Spannender Kriminalfilm indem auch wieder Paul Klinger, diesmal nicht als Kommissar, sondern als unberechtigt tatverdächtiger IG-Farben-Pilot mitwirkt.
Mit dabei, ebenfalls als Tatverdächtiger, ist auch Fritz Rasp. Am Anfang der 30er-Jahre wirkte er schon in den Wallace-Verfilmungen "Der Hexer" (1932) und "Der Zinker" (1931), sowie als Ganove in "Emil und die Detektive" (1931) mit. In den 60er-Jahren werden wir Fritz Rasp in den Wallace-Verfilmungen der Rialto wieder öfters begegnen.
Der Film zeigt das Berlin im zweiten Kriegsjahr, vor der einsetzenden Bombardierung. Interessant ist eine Verfolgungsszene mit Fritz Rasp, in der man das monumentale Karstadt-Gebäude am Hermann-Platz zu sehen bekommt, das den Bombenkrieg überstand, aber leider während des Endkampfes um Berlin zerstört wurde.

Darsteller:
Kriminalkommissar Petersen - Karl Martell
Werkpilot Herbert Flügger - Paul Klinger
Werkpilot Werner Blennemann - Rolf Weih
Helene Hoesch - Hilde Sessak
Rentner Ophagen - Theodor Loos
Vera Kaufmann - Maria von Tasnady
Feinmechaniker Stülken Fritz Rasp
Ganove Schielauge - Rudolf Platte

Regie: Herbert . Fredersdorf
Drehorte: Berlin, Karstadt am Hermannplatz und Umgebung
Uraufführung: 31.01.1941, Hamburg
01.04.1941, Berlin: Atrium, Ufa-Theater Friedrichstraße, Ufa-Theater Tauentzienpalast

www.berlin-hermannplatz.de

 

 

Kriminalkommissar Eyck (1939/40)

Kriminalkommissar Eyck vom RKPA (Reichskriminalpolizeiamt) verbringt seinen Urlaub in einem Wintersport-Hotel.

Dort geschieht ein Mord. Am Tatort trifft er auf den Kriminalromanautor Gorgas, der dort, wie er sagt, "Tatortstudien" betreibt.

Eyck beginnt sofort mit den Ermittlungen, aber alle Anwesenden haben ein Alibi.

Bei seinen weiteren Nachforschungen, die ihn zurück nach Berlin führen, kommt er mit der Zeit einer Bande international operierender Juwelendiebe auf die Spur.

Eine ehemalige Urlaubsbekanntschaft, in die Eyck sich verliebt hat und die er in Berlin wieder trifft, gehört offenbar mit zur Bande.

Die Gangster planen Eyck auszuschalten, aber ein Mordversuch in einer Unterweltkneipe schlägt fehl. Dann probiert es Gorgas, der Krimiautor, der ebenfalls zu der Bande gehört, mit einer Intrige.

Er sorgt dafür, daß Eyck mit seiner weiblichen Urlaubsbekanntschaft in einer angeblich verfänglichen Situation im Hotelzimmer angetroffen wird.

Eyck wird vom Dienst suspendiert aber er ermittelt mit Hilfe seines Kollegen, Kriminalkommissar Brandner, weiter und entlarvt

am Ende den Chef der Bande...

Handwerklich solide gemachter Kriminalfilm. Interessant der Flipperautomat der in der Unterweltkneipe steht und an dem sich ein Ganove öfters die Zeit vertreibt. Die Dinger gab es in Deutschland also auch schon vor dem Krieg.

- Paul Klinger hat hier seinen Einstand als Kriminalbeamter. Nach dem Krieg ist er wieder ein Kommissar in "Falschmünzer

am Werk", man sieht ihn als Scotland Yard-Beamten in den sechziger Jahren bei "Die Weisse Spinne" u. "Das Wirthshaus

von Dartmoor". Außerdem bekam er in den sechziger Jahren eine eigene ZDF-Vorabendserie-Krimiserie "Kommissar

Brahm".

- Anneliese Uhlig die hier die Komplizin der Juwelenräuberbande spielt, schafft es in den frühen siebziger Jahren

in der ARD-Vorabend-Krimiserie "Okay S.I.R." bis zur Chefin von Europol.

- Der spätere Wallace-Veteran Alexander Engel, der in diesem Film den Verleger van Fliet spielt, wird von

Eyck als der Chef und Drahtzieher im Hintergrund entlarvt.
- Kriminalkommissar Eycks Zimmerwirtin Frau Filter wird von Lina Carstens dargestellt. Sie bringt es am
Anfang der sechziger Jahre zur Haushälterin "Mrs. Smith" von "Pater Brown".

Darsteller:
Paul Klinger - Kriminalkommissar Eyck
Anneliese Uhlig - Barbara Sydow
Herbert Wilk - Kriminalkommissar Brandner
Hans-Joachim Büttner - Kriminalschriftsteller Gorgas
Alexander Engel - Verleger van Fliet
Herbert Hübner - Kriminaldirektor Hauber
Lina arstens - Frau Filter
Dorit Kreysler - Frau Gustafson
Andrews Engelmann - Herr Gustafson
Walter Lieck - Ganove Jonny
Regie: Milo Harbich
Dreharbeiten: Berlin u. Garmisch, Zugspitze
Erstaufführung: Berlin, 21.03.1940, Tauentzien-Palast





 

 

Achtung! Feind hört mit! (1940)

In den Kettwig-Werken, in der Nähe der deutschen Westgrenze gelegen, wird an Drähten für Sperrballons zur Luftabwehr gearbeitet. Die Feindliche Spionage will hinter die Geheimnisse der Luftabwehrdrähte kommen. Mit Hilfe angeworbener, einheimischer Verräter hätten die feindlichen Spione fast Glück...aber die Abwehr schlägt zu.
Ein spannender Spionagefilm mit aufklärerischer Tendenz, der die deutsche Bevölkerung im zweiten Kriegsjahr vor Leichtfertigkeit, vor Geheimnisverrat und vor den Methoden der feindlichen Spionage warnen sollte.
Rene´Deltgen, der spätere "Hexer" in einer Glanzrolle als nach Deutschland eingeschleuster Agent des britischen Secret Service.
Auch Rudolf Schündler spielt mit, in den 60er-Jahren ist er wieder beim "Unheimlichen Mönch" dabei.

Darsteller:
Rene´Deltgen - Karl Ludwig Faerber
Kirsten Heiberg - Lilly, Modesaloninhaberin
Rolf Weih - Ingenieur Bernd Kettwig
Christian Kayßler - Dr. Hellmers, Chefkonstrukteur
Josef Sieber - Werkmeister Böttcher
Ernst Waldow - Nolte
Erich Ponto - Monsieur Bock
Rudolf Schündler - Zeichner Grelling

Regie: Arthur Maria Rabenalt

Außenaufnahmen: Umgebung von Prag

Uraufführung: 03.09.1940, Berlin, Ufa-Palast am Zoo