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G P U (1942)

Während der russischen Revolutionswirren werden die Eltern von Olga Feodorowna durch den Kommunisten Wyschinski ermordet. Zwanzig Jahre später trifft sie als Geigenvirituosin auf einer Tournee durch Europa wieder auf den Mörder ihrer Eltern, der sich jetzt Bokscha nennt und die GPU-Sektion für Europa leitet. Sie beschließt für die GPU zu arbeiten, jedoch nur in der Absicht, dem Mörder ihrer Eltern eine tödliche Falle zu stellen...

Auf der einen Seite ist dies ein antisowjetischer Propagandafilm, das Deutsche Reich befand sich letztlich seit 1941 mit der Sowjetunion im Krieg, andererseits hat dieser Film jedoch von der Gestaltung her eine sehr gute Qualität und ist eine spannende Mischung aus Polit-Thriller u. Agentenfilm. Er zeigt sehr drastisch die Arbeitsweise der stalinistischen Geheimpolizei GPU, dem Vorläufer des KGB.

- Die italienische Schauspielerin Laura Solari, die in diesem Film die weibliche Hauptrolle spielt, war 1961 in dem Film

  "Im Stahlnetz des Dr. Mabuse" als "Mrs. Pizarro" wieder dabei.

- Der Schauspieler  Andrews Engelmann war ein beliebter Filmschurke der UFA. Er spielte auch schon in den Kriminalfilmen

  "Kriminalkommissar Eyck" u. "Der Verteidiger hat das Wort" mit.

- Die besonders während des Krieges beliebte Sängerin Lale Andersen, bekannt durch ihr Lied "Lili Marleen", hat in diesem Film

  einen Kurzauftritt als Sängerin.

 

Darsteller:

Laura Solari - Olga Feodorowna

Andrews Engelmann - Nikolai Bokscha

Marina v. Ditmar - Irina

Will Quadflieg - Peter Aßmus

Karl Haubenreißer - Jakob Frunse

Wladimir Majer - GPU-Chef

Lale Andersen - Sängerin

u. a.

Regie: Karl Ritter

Dreharbeiten: Berlin u. Umgebung, Potsdam, Paris, Stettin

Uraufführung: 14.08.1942, Berlin, Capitol am Zoo u. Lichtburg

 



Darsteller:

Peter Martin Urtel - Rolf Kettner

Olly Holzmann - Ursula Kettner

Friedrich Domin - Fabrikbesitzer Joachim Wengraf

Hilde Sessak - Wengrafs Nichte Nora

Hans Paetsch - Dr. med. Fritz Vogt

Richard Häußler - Firmeninhaber Krasselt

Oskar Sima - Techn. Leiter Gustav Hambacher

Paul Dahlke - Kriminalkommissar Helling

Herbert Gernot - Kriminalkommissar Schwenn

u. a.

Regie:

Philipp Lothar Mayring

Uraufführung: Berlin, 18.02.1943, Atrium

 

5000 Mark Belohnung (1942)



In einem Zellstoffwerk wird Feuer gelegt, der Wachmann, der vom Täter eingesperrt wurde, kommt dabei in den Flammen um.

Ein junger Versicherungsangestellter will sich die ausgesetzten 5000 Mark Belohnung verdienen. Der Möchtegern-Detektiv geht aber falsch zu Werke verliert seine Stellung und seine Ehe droht auch zu scheitern. Ein Freund der bei der Kripo ist, verschafft ihm eine Stelle als Kriminalassistentenanwärter. Zusammen mit den erfahrenen Beamten der Kripo kann er den wahren Täter und dessen Motiv ermitteln.

In diesem sehr gut gemachten Kriminalfilm ist Paul Dahlke wieder ein Kriminalkommissar. Zusammen mit Herbert Gernot bildete er schon das Kriminalistengespann in dem Film "War es der im dritten Stock?".

Friedrich Domin der in diesem Film den Fabrikbesitzer spielt, kennt man als den Bischof in dem Pater Brown-Film "Das Schwarze Schaf".

Richard Häußler war später in den Wallace-Filmen "Die seltsame Gräfin", "Zimmer 13", "Das Indische Tuch", sowie in dem Bryan Edgar Wallace-Film "Der Würger von Schloß Blackmoor" dabei.

Hans Paetsch hatte kurze Auftritte in den Wallace-Filmen "Die toten Augen von London", "Das Gasthaus an der Themse" und "Das Rätsel der roten Orchidee".

Er war zudem ein sehr beliebter Sprecher auf den legendären EUROPA-Hörspiel-LPs der 60er-Jahre.

 

 

 

 

Dr. Crippen an Bord... (1942)

Der Arzt Dr. Crippen ermordet seine Frau und will mit seiner Geliebten auf einem Passagierschiff nach Venezuela entkommen. Es wird international nach ihm gefahndet. An Bord wird er erkannt und es wird der Funkspruch "Dr. Crippen an Bord..." abgesetzt. Die Polizei nimmt mit einem anderen Schiff die Verfolgung auf, denn Venezuela liefert nicht aus...

Verfilmung des authentischen Kriminalfalles von 1910 bei dem zum erstenmal zur Aufklärung eines Verbrechens ein Funkspruch abgesetzt wurde. Authentisch spielte sich dieser Fall zwischen Großbritannien und Kanada ab. Da aber im Jahre 1942 Deutschland sich mit Großbritannien und Kanada im Krieg befand, wurde die Tat des Dr. Crippen in ein anonymes Land verlegt und seine Flucht ging im Film nicht nach Kanada, sondern nach Venezuela.

Dieser Film festigte Rudolf  Fernaus Ruf als "Bösewicht" und der zukünftige "Hexer" ReneŽDeltgen spielt hier den Oberinspektor der Dr. Crippen um den halben Erdball jagt. Paul Dahlke tritt in diesem Film als Verteidiger auf.

Die Regie führte auch hier wieder der damalige Kriminalfilm-Experte Erich Engels.

Fälschlicherweise wird dieser Film immer als der einzige Kriminalfilm bezeichnet, der während des 3. Reiches gedreht wurde.

Darsteller:

Rudolf Fernau - Dr. Crippen

ReneŽDeltgen - Oberinspektor Düwell

Anja Elkoff - Cora Crippen

Gertrud Mayen - Lucy Talbot

O.E. Hasse - Prof. Morrison

Paul Dahlke - Verteidiger

Rolf Weih - Arnoldi

u. a.

Regie: Erich Engels

Uraufführung: 06.11.1942, Dresden, Capitol