"Die Rechte für alle abgebildeten Filmprogramme ILLUSTRIERTEFILM-BÜHNE, ILLUSTRIERTER FILM-KURIER und DAS NEUE FILMPROGRAMM (1950-1961) liegenbei:
Copyright (C) Verlag für Filmschriften · Christian Unucka"
www.unucka.de
 

 

Der deutsche Kriminalfilm der frühen Nachkriegszeit - einige Beispiele

Auch nach dem Krieg setzten viele Schauspieler die bereits in den dreißiger Jahren und während des Krieges in Kriminalfilmen mitwirkten ihre darstellerischen Kriminellen- u. Polizeikarrieren weiter fort.

Man orientierte sich nach dem Krieg an den neorealistischen französischen, italienischen und amerikanischen Kriminalfilmen. Die Beispiele die ich auf dieser Seite aufführe sind ein deutscher Beitrag zum "Film Noir", also zur "Schwarzen Serie". Einige der Filme haben auch semi-dokumentarischen Charakter, wie man ihn von den US-Polizeifilmen der vierziger und fünfziger Jahre kennt. Das Milieu des Nachkriegsdeutschland kommt bei diesen deutschen Krimis hinzu.

Die Entwicklung des deutschen Kriminalfilms geht von den Vorkriegs- und Kriegsjahren über die Nachkriegszeit nahtlos weiter und mündet in den sechziger Jahren bei Wallace, Mabuse & Co. ein.

 

 

 

Blockierte Signale (1948)

Brinkmann, der Prokurist der Speditionsfirma Löllgen wird erstochen. Löllgen selbst ist der Boss einer Schieberbande. Steuermann Klaus wird erst des Mordes an dem Prokuristen verdächtigt, kann die Polizei aber bald vom Gegenteil überzeugen. Er bietet der Kripo seine Mithilfe an und läßt sich von der Bande anheuern. Dank ihm und der Nichte von Löllgen, in die er sich verliebt hat, kann der Überfall auf einen Güterzug verhindert werden und der wahre Mörder von Brinkamnn wird entlarvt.
Mit Heinz Engelmann, Hubert von Meyerinck, Wolfgang Lukschy und Josef Dahmen (letzterer hat nur einen Kurzauftritt), sind hier schon einige zukünftige Wallace-Veteranen versammelt. Für Heinz Engelmann bedeutet dieser Film schon die Weichenstellung ins Krimifach.
Walter Franck war schon vor dem Krieg der Darsteller zwielichtiger und krimineller Personen. So spielte er den Chef der Autoschieberbande in dem Kriminalfilm "Großalarm" von 1938.
Der Film wurde bereits 1948 in Hamburg gedreht, kam im Dezember 1948 durch die damalige noch herrschende alliierte Militärzensur und dann erst im September 1949 in die Kinos.

Darsteller:
Heidi Kürschner - Mary-Ann
Heinz Engelmann - Klaus Gröger
Walter Franck - Löllgen
Wolfgang Lukschy - Kalpak
Karl Voscherau - Brinkmann
Hubert von Meyerinck - Der Baron
Helmut Rudolph - Der Kommissar
Hans Richter - Sein Assistent

Regie:
Johannes Meyer
Erstaufführung: 16.Sept. 1949, Berlin/West

 


 

 

Falschmünzer am Werk (1950)

Polizeiinspektor Braun und der junge Reporter Conny Heuser nehmen gemeinsam die Spur einer Falschmünzer- u. Autoschmugglerbande auf. Die Spur führt nach Paris. Dort wird Braun von seinem französischen Kollegen Paillard unterstützt. Als Hintermann der Gangsterbande wird bald der Verleger Kertezs ausfindig gemacht. Doch Kertesz wird bald darauf tot aufgefunden und der Fall scheint erledigt zu sein. Doch einige Monate nach dessen Tod taucht erneut Falschgeld auf und die Ermittlungen beginnen erneut. Hatte Kertesz seinen Tod nur vorgetäuscht und zieht er weiterhin die Fäden im Hintergrund...?

Ein semi-dokumentarischer Kriminalfilm. Schon 5 Jahre nach dem Krieg geht hier ein deutscher Kriminalbeamter, natürlich unterstützt durch seinen wohlwollenden französischen Kollegen, in Paris auf Gangsterjagd. Zur damaligen Zeit noch ein außenpolitischer Wunschtraum und typischer Zeitgeist der Adenauer-Ära.

- Einige Szenen in diesem Film wurden auch in Frankfurt/Main gedreht.

- Paul Klinger spielt hier wieder einen Kriminalbeamten, erste Erfahrungen darin hatte er ja schon als "Kriminalkommissar Eyck"

gesammelt. "Das Wirthaus von Dartmoor" u. "Die Weiße Spinne" erwarten ihn noch.

- Paul Dahlke, auch schon vor dem Krieg als Kriminalbeamter routiniert, spielt den französischen Kollegen, der in dem Film sehr gut Deutsch kann, da er in Deutschland in der Kriegsgefangenschaft war und ohne Ressentiments ist.

- Harald Paulsen, in der Vorkriegs- u. Kriegszeit in zwielichtigen Rollen zu sehen, außer in "Mordsache Holm" (1938), spielt den Drahtzieher der Bande

- Walter Giller als junger Reporter. In den sechziger Jahren hat er einen Auftritt im Bryan Edgar Wallace-Film "Der Würger von Schloß Blackmoor".

- Für die Bauten war u. a. Ernst H. Albrecht verantwortlich. Er schuf in den sechziger Jahren die Bauten für die Filme: "Der Tod im roten Jaguar", "Todesschüsse am Broadway", "Dynamit in grüner Seide", "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse", "Das Wirtshaus von Dartmoor", "Die weiße Spinne".

- Hans Berthel schuf 1960 die Bauten zum Pater Brown-Film "Das Schwarze Schaf".

Darsteller:

Paul Klinger - Inspektor Braun

Paul Dahlke - Inspektor Paillard

Walter Giller - Conny Heuser

Lenore Aubert - Madame Winter

Harald Paulsen - Louis Kertesz



Bauten: Ernst H. Albrecht, Theo Zwierski, Hans Berthel

Regie: Louis Agotay

Uraufführung: 01.03.1951, Frankfurt/Main, Eden

 

 


 

   
Der Schatten des Herrn Monitor (1950)

Thomas Gossip und der Verleger Christoph Monitor waren gute Freunde, bis Gossip erfährt, daß Monitor seine ehem. Urlaubsbekanntschaft Petra geheiratet hat, die er ebenfalls immer noch liebt. Gossip sinnt auf Rache. In einem illegalen Spielclub trifft er zufällig den Doppelgänger von Monitor. Es ist der heruntergekommene Ingenieur Robb, der der Spielsucht verfallen ist. Er gleicht Monitor bis auf die charakteristische weiße Haarsträhne. Gossip stiftet gegen Bezahlung Robb zu Raubüberfällen an, die dem verhaßten Monitor in die Schuhe geschoben werden. Während der Überfälle spielt Gossip mit Monitor Schach. Als dann Robb auch noch seine Freundin erschießt eskaliert die Sache immer mehr. Monitor wird verhaftet und bekommt den Prozeß gemacht. Gossip liefert vor Gericht Monitor nicht das erforderliche Alibi, obwohl er mit ihm z. Zt der Überfälle immer Schach spielte.In letzter Minute, durch die Recherchen von Monitors Frau, wird der Fall aufgeklärt, vorher kommt es noch zu einem Kampf zwischen Gossip und Robb...

Ein hervorragender deutscher "Film Noir"! Ein Krimiklassiker erster Güte. Spannend bis zum Schluß! Schade, daß dieser Film so selten im TV läuft. Wenn, dann auch noch versteckt in einem der dritten Programme.

- UFA-Star Carl Raddatz brilliert in einer Doppelrolle

- Paul Dahlke steht diesmal als skrupelloser Rächer auf der falschen Seite des Gesetzes

- Josef Offenbach ist in einer kurzen Rolle als Postbeamter zu sehen

- Josef Dahmen hat auch eine kurze Rolle als Hafenarbeiter

- Der früher sehr populäre Artist u. Sensationsdarsteller Arnim Dahl hat ebenfalls einen Kurzauftritt als Hafenarbeiter

- Für die Bauten in diesem Film war Mathias Matthies verantwortlich. Er schuf auch die Bauten zu den Wallace-Filmen: "Die Toten Augen von London" (1961), "Der Fälscher von London" (1961), "Das Rätsel der roten Orchidee" (1961/62), "Das Gasthaus an der Themse" (1962), sowie zu dem Kriminalfilm "Das Wartezimmer zum Jenseits" (1963/64).

 

Darsteller:
Carl Raddatz - Christoph Monitor/Robb
Paul Dahlke - Thomas Gossip
Marianne Wischmann - Petra Monitor
Katja Görna - Genia, Robbs Freundin
Carl Voscherau - Portier
Just Scheu - Gerichtsvollzieher
Heinz Klingenberg - Staatsanwalt
Willy Mertens - Verteidiger Dr. Bing
Josef Dahmen - 1. Hafenarbeiter
Arnim Dahl -      2. Hafenarbeiter
Joseph Offenbach - Postbeamter
u. a.
Regie: Eugen York
Dreharbeiten: Hamburg
Uraufführung: 05.09.1950, Hamburg, Waterloo
 

 

 


 

Der Fall Rabanser (1950)


Der Journalist Peter Rabanser plant eine Zeitungsserie über einen perfekten Geldraub, den er sich bis ins Detail selber ausdenkt und vorbereitet. Er freundet sich daher mit zwei Geldboten an und lockt sie in eine angemietete Wohnung.
Anschließend sucht er seinen Freund Kriminalkommissar Schelling auf und bittet diesen, ihn zu verhaften, da er sonst einen Mord begehen würde. Schelling schickt Rabanser nach Hause. Am nächsten Tag werden die beiden Geldboten erschossen in der von Rabanser angemieteten Wohnung aufgefunden. Ein Koffer mit einer halben Million Mark wurde geraubt. Rabanser wird verhaftet und flieht, er versucht den wahren Täter zu entlarven...


Ein spannender, deutscher Beitrag zum "Film Noir", mit einer überraschen Auflösung! Interessant an diesem Film ist, daß darin einige Polizeibeamte sehr zwielichtig sind und man nicht weiß auf welcher Seite sie stehen.Korrupte Polizisten -  das gab es vorher im deutschen Kriminalfilm noch nicht. In gewisser Weise der Bruch eines Tabus. Dieser Kriminalfilm wird ab und zu in den 3. Programmen der ARD gezeigt. Empfehlenswert!


- Mit Richard Häußler, Hans Söhnker, Ilse Steppat und Franz Schafheitlin sind in diesem Kriminalfilm vier spätere Wallace-Veteranen versammelt. Ilse Steppat kennt man außerdem als "Irma Bunt" aus dem James -  Bond-Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) als die Gehilfin von Blofeld.
- UFA-Star Harald Paulsen spielt in diesem Krimi einen zwielichtigen Kripo-Beamten. Schon vor dem Krieg und während des Krieges spielte er zwielichtige Charaktere und Ganoven. Nur 1938 im Kriminalfilm "Mordsache Holm" war er der ermittelnde Kriminalrat.

Josef Dahmen war auch schon seit den dreißiger Jahren beim Film u. spielte in vielen Produktionen der Vorkriegs- u. Kriegszeit mit, so u. a. in einigen Propaganda-Kriegsfilmen wie "Stukas" u. "Besatzung Dora". Er war auch in dem Kriminalfilm "Großalarm" (1938) u. im Spionagefilm "Verräter" (1936) schon mit dabei.
1960 spielte er den Henker von London in dem Wallace-Film "Die Bande des Schreckens". Ebenfalls in den sechziger Jahren war er als Kommissar Koldehoff in den ARD-Vorabendserien "Hafenpolizei" u.  "Polizeifunk ruft" zu sehen.

- Hans Zesch-Ballot spielte vor dem Krieg und während des Krieges auch schon in Kriminalfilmen mit. (siehe die Seite: Der deutsche Kriminalfilm von 1933 - 1945)
- Inge Meysel hat einen Kurzauftritt
- Der Kameramann Albert Benitz führte auch später die Kamera bei den Filmen: Schüsse aus dem Geigenkasten (1965), Das Testament des Dr. Mabuse (1962), Die Bande des Schreckens (1960)
Darsteller:
Hans Söhnker - Peter Rabanser
Richard Häußler - Kriminalkommissar Schelling
Carola Höhn - Dorothea Rabanser
Inge Landgut - Sekretärin Steffie
Ilse Steppat - Baronin Ellinor Felten
Paul Dahlke - Dr.Georg Rabanser
Harald Paulsen - Kriminalssistent Vogel
Franz Schafheitlin - Polizeirat
Albert hehn - Taxifahrer Otto Krause
Inge Meysel - Bruni
Willi Rose - Kassenbote Esche
Werner Riepel - Kassenbote Sass
Josef Dahmen - Herr Imhoff
Hans Zesch-Ballot - Verlagsdirektor

Regie: Kurt Hoffmann
Drehort: Hamburg
Uraufführung: 19.09.1950, Köln, Hahnentor
 


 


Wer fuhr den grauen Ford? (1950)

Eine Bande, durch den Krieg entwurzelter junger Männer, betätigt sich als Autospringer. Einer der Männer hat sich jedoch in der Zwischenzeit verliebt und will aussteigen. Der Chef der Bande ein polizeibekannter Zuhälter und Schwerbrecher, will ihn aber erst ziehen lassen, wenn er noch einmal als Fahrer bei einem Postraub mitmacht. Der Coup gelingt.Es werden 240 000 Mark erbeutet. Die Polizei leitet die Fahndung ein. Die Beamten staunen, als ihnen 60 000 Mark anonym aus der Beute zugeschickt werden. Es ist der Anteil des Aussteigers Penny. Eine Verfolgungsjagd beginnt....

Diesem Film liegt der wahre Fall eines Postraubes in Mannheim zugrunde, bei dem in der Nachkriegszeit 240 000 Mark erbeutet wurden. Der semi-dokumentarische Kriminalfilm wurde auch in Mannheim gedreht. Man sieht Mannheimer Kneipen, Straßen und die Hafengegend.

Zeitgeschichtlich ist hier sehr interessant zu sehen, daß die deutsche Polizei unter der Kontrolle der amerikanischen Besatzungsmacht stand u. die Aktionen mit den Amerikanern absprechen mußte.

- Otto Wernicke, der in diesem Film auch Regie führt, spielt den menschlichen Kriminalkommissar Thieme ganz in der Tradition seines Kommissar Lohmann, den er in den Filmen "M - eine Stadt sucht einen Mörder" (1931) u. "Das Testament des Dr. Mabuse" (1932/33) gespielt hat.

- Til Kiwe, der in diesem Film den Polizeirat Proske darstellt,spielte in den sechziger Jahren den Kriminalbeamten Peters in der ARD-Vorabendserie "Hafenpolizei". Til Kiwe war sehr viel in Kriegsfilmen zu sehen u.a. in "Es geschah am 20. Juli". Er war für Offiziersrollen wie geschaffen. Kein Wunder, Til Kiwe, mit bürgerlichem Namen Eduard Kiefer, war Ritterkreuzträger. Er erhielt das Ritterkreuz am 18.05.1943. Im Tunis-Brückenkopf deckte er als Hauptmann u. Chef der 2./Pz. Aufkl.-Abt. "Hermann Göring" den Rückzug seiner Einheit und ging mit dem Rest seiner Männer am 12.05.1943 in Gefangenschaft.

- Ursula Herking hat hier einen Auftritt als Kriminal-Assistentin. In den sechziger Jahren spielte sie zusammen mit Kai Fischer in der ZDF-Vorabendserie "Die Karte mit dem Luchskopf".

- Der später sehr populäre Kabarettist Wolfgang Neuss spielt hier ein Mitglied der Bande.

Darsteller:

Polizeirat Proske - Til Kiwe

Kriminalkommissar Thieme - Otto Wernicke

Hertha Sattler, Kriminal-Assistentin - Ursula Herking

Kriminalassistent Gillhausen - Abi von Haase

Renate Münster - Ruth Hambrock

Penny - Erich Scholz

Chef - Wolfgang Neuss

Heiner - Dieter Sommer

Jonny Dempf - Günther-Erich Martsch

US-Kriminalkommissar Nelson - Walter Vits-Mühlen

Regie:

Otto Wernicke

Drehort: Mannheim

Uraufführung: 12.10.1950, Mannheim, Palast

 

Grenzstation 58 (1950/51)

Grenzoberjäger Reitlechner liebt Anna, die Tochter vom Leitnerhof. Doch deren Vater und sein Knecht gehören einer Schmugglerbande an, hinter  der die Grenzer schon lange her sind. Grenzoberjäger Mayer steht unter dem Einfluß der Dorfwirtin Retta Schwaiger die zur Bande gehört und spinnt eine Intrige gegen Reitlechner. Als dann noch bei einem Einsatz einer der Grenzer erschossen wird, mit dem Reitlechner durch eine Intrige Mayers in Steit geriet, fällt der Verdacht auf Reitlechner. Dieser wird festgenommen, aber ihm gelingt die Flucht. Er heiratet heimlich seine Verlobte Anna, will sich dann aber wieder stellen. Schließlich fasst er den Entschluß, die Bande der Schmuggler auf eigene Faust zu stellen um damit seine Unschuld zu beweisen.

Eine gut gelungene Mischung aus Kriminal- u. Heimatfilm, der unter Mitwirkung der bayrischen Grenzpolizei entstand. In diesem Film sind wieder drei spätere Wallace-Veteranen versammelt: Heinz Engelmann als Grenzer, Mady Rahl als Femme Fatale und Ernst-Fritz Fürbringer als Grenzpolizeiinspektor.

Darsteller:

Hansi Knoteck - Anna Leitner

Mady Rahl - Retta Schwaiger

Heinz Engelmann - Grenzoberjäger Reitlechner

Sepp Rist - Knecht auf dem Leitnerhof

Ernst F. Fürbringer - Hirzinger, Grenzpolizeiinspektor

Willy Rösner - Der Leitnerbauer

Hannes Keppler - Mayer, Grenzoberjäger

Gustl Gstettenbaur - Mitterer, Grenzjäger

u. a.

Regie:

Harry Hasso

Uraufführung: Würzburg, Bavaria, 14. März 1951

 

 

Die Spur führt nach Berlin (1952)
Auf dem Berliner Funkturm wird ein Mann ermordet. Großeinsatz der Polizei, doch das Fluchtfahrzeug mit dem Mörder entkommt in den Ostsektor.Zur gleichen Zeit sucht der amerikanische Rechtsanwalt Ronald Roberts in Berlin nach dem Erben eines großen Vermögens. Er trifft auf die Tochter des Erben, eines gewissen Karl Dornbrink. Dadurch gerät er in die Machenschaften einer Geldfälscherbande, die Karl Dornbrink in ihrer Gewalt hat. Auf Roberts wird ein Mordversuch verübt, er landet in einem Erholungsheim der Sowjetarmee, ihm gelingt jedoch die Flucht aus dem Ostsektor. Dann klärt er mit Hilfe der Berliner Polizei den Fall auf. Im zerstörten Reichstag kommt es zum Showdown...Ein spannender CCC-Film der sehr gut das damals noch erheblich zerstörte Berlin zeigt und viel Zeitkolorit mit einbringt.
Mit Heinz Engelmann, Barbara Rütting, Hans Nielsen und Günter Pfitzmann sind auch hier wieder vier spätere Wallace-Veteranen versammelt.
Heinz Engelmann hat hier einen Auftritt als Kriminalkommissar. "Stahlnetz" u. "Kriminalmuseum" erwarten ihn bald.
Hans Nielsen spielt hier einen Kriminalrat
Barbara Rütting spielt die sowjetische Dolmetscherin Tamara. (Schaut in Uniform scharf aus)
Günter Pfitzmann der zukünftige "Zinker" hat einen Kurzauftritt als Polizist in der Funkzentrale und wird im
Vorspann noch nicht erwähnt
Heinz Oskar Wuttig, der in den sechziger Jahren die Drehbücher zu erfolgreichen TV-Serien wie
"Forellenhof", "Alle meine Tiere", "Salto Mortale" etc. schreiben wird, hat einen Kurzauftritt als britischer
Kriminalpolizist
Der Kabarettist Wolfgang Neuss hat auch wieder einen Auftritt als Bandenmitglied (siehe: "Wer fuhr den grauen Ford?")
- Horst Buchholz der zukünftige Jungstar des 50er-Jahre-Kinos hat einen Kurzauftritt am Funkturm u. wird im Vorspann nicht erwähnt
Walter Kutz, der neben Emil Hasler für die Bauten dieses Films zuständig ist, wird neben Wilhelm Vorwerg in den 60er-Jahren die Bauten für viele Wallace-Filme schaffen
 
Darsteller:
Gordon Howard - Ronald Roberts
Irina Garden - Vera Dornbrink
Kurt Meisel - Gregor Pratt
Hans Nielsen - Kriminalrat Dr. Wengen
Paul Bildt - Karl Dornbrink
Barbara Rütting - Tamara
Heinz Engelmann - Kriminalkommissar Max Lüdecke
Herbert Kiper Kriminalkommissar Kretschmer
Wolfgang Neuss - Fälscher Martin
Heinz Oskar Wuttig - Britischer Kriminaldezernent Lonergan


Dreharbeiten: 28.07.1952 - Okt. 1952 Berlin; CCC-Studios Berlin-Spandau


Regie:
Frantisek Cap
Uraufführung: 28.11.1952 in mehreren Städten