Affäre Hofrichter - Fotogalerie

Bildnachweis:

Alle Farbfotos: (C) Copyright: Arndt-Heinz Marx, Hanau
Historische Postkarten v. Wiener Westbhf. u. Hotel Klomser: Privatarchiv, Arndt-Heinz Marx
Zeitgen. Zeitungsillustrationen u. Foto v. k.k. Polizeigebäude: (C) Copyright: Bildarchiv, ÖNB Wien
 

Das alte Kriegsministerium, Am Hof 1, in Wien. In diesem Gebäude befand sich die Eisenbahnabteilung des k.u.k Generalstabes, in der Hauptmann Mader seinen Dienst versah. Im 4. Stock befand sich das Evidenzbüro (militärischer Geheimdienst). Der verräterische Oberst i. G. Redl anvancierte 1907 zum Leiter des Kundschaftsbüros und wurde wenig später bis 1912 stellvertretender Leiter des Evidenzbüros.

In dieser Zeit ging er voll seiner verräterischen Tätigkeit in den Mauern dieses Gebäudes nach.

Als im Jahre 1913 das neue Kriegsministerium am Stubenring bezogen wurde, wurde das alte Kriegsministerium abgerissen und an seiner Stelle ein Bankgebäude errichtet, das auch heute noch steht.

Links neben dem Eingang des Bankgebäudes wurde eine Gedenktafel zur Erinnerung an das alte Kriegsministerium angebracht.

Der Wiener Westbahnhof. Hier traf Hofrichter am 14. November 1909 in den frühen Morgenstunden mit einem Zug von Linz kommend ein. Anschließend ging er mit seinem Hund in die Mittelgasse um dort die Giftsendungen in den Briefkasten zu werfen. Dann fuhr er mit der Stadtbahn zur Elisabethpromenade, heute: Roßauer Lände.

Das Bahnhofsgebäude wurde im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstört. Einige Jahre nach dem Krieg wurden die restlichen Trümmer beseitigt und ein neues Bahnhofsgebäude errichtet.

Als Hofrichter an der Stadtbahnhaltestelle Elisabethpromenade, heute Roßauer Lände, eintraf ging er dann zu Fuß in die Hahngasse 3 zu seiner Schwiegermutter, bei der sich seine Frau aufhielt. Am 28. November 1909 wurde auch hier von der Polizei eine Hausdurchsuchung vorgenommen.

Die Hahngasse befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Roßauer Kaserne und zum damaligen Wiener Polizeigebäude

 

Hainburgerstrasse 56. In diesem Haus wohnte und starb Hauptmann Richard Mader. Schon vor hundert Jahren befand sich in diesem Haus eine Wäscherei. Auch die Eingangstür schaut so aus, als ob sie die Generationen überdauert hat.

Zeitgenössische Zeitungsillustrationen vom Auffinden der Leiche Hauptmann Maders durch seinen Offiziersburschen Anton Tomolla in der Hainburger Strasse 56.

Wiener Zentralfriedhof Gruppe 74, Reihe 3, Grab 22. Dies ist das Familiengrab in dem auch der ermordete Hauptmann Richard Mader beigesetzt ist. Blofeld am Grab.

Das ehemalige Wiener Polizeigebäude an der Elisabethpromenade, heute Roßauer Lände. Von hier aus lief die fieberhafte Fahndung des Sicherheitsbüros nach dem Giftmörder.

Hier ein Gebäude das in einer anderen Affäre eine Rolle spielte. Herrngasse 19, das ehemalige Hotel Klomser. Hier erschoß sich in einem Zimmer im ersten Stock im Jahre 1913 Oberst i.G. Alfred Redl, nachdem er als Spion entlarvt wurde.

Das Gebäude wurde bereits im Jahre 1924 zu einem Geschäftshaus umgebaut und beherbergt heute die Wiener Tageszeitung "Der Standard".